Förderung

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen..“
Benjamin Franklin

Allgemeine Infos

  • Welche Förderungen gibt es?

    AVGS – der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur – ist vielen Arbeitssuchenden bekannt. Dieser Beratungs-Gutschein AVGS kann auch von Gründern/Existenzgründern, die noch arbeitssuchend gemeldet sind, in Anspruch genommen werden.

    Mit dem AVGS Beratungs-Gutschein kannst bei Einzel- oder Gruppenmaßnahmen teilnehmen.

  • Was genau ist ein AVGS Gutschein?

    Der AVGS dient als Bescheinigung der Arbeitsagentur, dass ein arbeitssuchend Gemeldeter bestimmte Förderungskriterien erfüllt, und damit Anspruch auf diese Förderung hat.

    Voraussetzung bei der Einlösung des Gutscheins: Die Voraussetzung ist, dass der „Träger“ – also der Kurs- oder Seminaranbieter – AZAV-zertifiziert ist. In manchen Fällen kann der AVGS regional beschränkt sein, oder nur für eine bestimmte Zeit gültig.

    ORANGEWERK ist ein zertifizierter AZAV Träger!

  • Wer hat Anspruch auf ein AVGS?

    Es gibt keinen Rechtsanspruch auf den AVGS, es ist immer eine Ermessensentscheidung! Den Antrag können grundsätzlich alle Arbeitssuchenden, die sich im Leistungsbezug ALG I befinden, stellen. Es besteht hier jedoch eine Wartezeit von sechs Wochen Arbeitslosigkeit. Auch ein Anspruch auf Beratungsförderung besteht.

    ALG II Beziehenden, auch Hartz IV genannt, kann der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach Ermessen gewährt werden.

    Erwerbsaufstocker, Berufsrückkehrer und Hochschulabsolventen können nach Ermessen des Jobcenters einen Anspruch auf den Gutschein und auf Beratungsförderung haben.

    VOR ALLEM auch Existenzgründer oder arbeitslos gemeldete Gründer haben Anspruch auf den AVGS.

  • AVGS für GRÜNDER

    Für eine Förderung der Selbständigkeit und die Beratungsförderung gelten dabei besondere zusätzliche Voraussetzungen.

    AVGS steht allen von Arbeitslosigkeit bedrohten – wie etwa Arbeitnehmer vor Ende der Befristung oder in Kündigung – Gründern zu.

    Allen Berufsrückkehrern, Ausbildungssuchenden und Hochschulabsolventen.

    Das macht den AVGS zu einer wichtigen Fördermaßnahme für sehr viele, die gründen wollen, und eine zusätzliche Hilfe zur Beratungsförderung.

  • Was oder wer wird gefördert?

    Die Teilnahme an einer Einzel- oder Gruppenmaßnahme eines zugelassenen AZAV Maßnahmeträgers.

    Ziel: Die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt oder an eine selbständige Tätigkeit.

  • Wo kann ich den Antrag stellen?

    Der Antrag für alle AVGS Gutscheine kann mit Hilfe des zuständigen Jobcenters oder der Arbeitsagentur erfolgen.

    Der Gutschein kann beim Leistungsträger persönlich, telefonisch, per E-Mail, Fax oder schriftlich beantragt werden.

Gründungszuschuss

  • Wofür ist der Gründungszuschuss?

    Der Gründungszuschuss soll dir helfen, die ersten Monate der Selbständigkeit zu überbrücken. Die finanzielle Hilfe für die Existenzgründung verschafft Zeit für Kundenakquise und Unternehmensaufbau. Bei der Beantragung, Beratung und Verlängerung muss einiges beachten werden. Im Folgenden findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Gründungszuschuss.

  • Wer hat Anspruch auf den Gründungszuschuss und was sind die Voraussetzungen um diesen zu erhalten?

    „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten.“

    Den Gründungszuschuss können prinzipiell alle beantragen,

    • die mindestens einen Tag lang Arbeitslosengeld I bezogen haben,
    • mehr als 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und
    • noch nicht älter als 65 Jahre sind.

    Weitere Voraussetzungen zur Ausübung einer Selbständigkeit sind, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten des Existenzgründers vorliegen und mithilfe einer „Tragfähigkeitsbescheinigung“ nachgewiesen wird, dass die hauptberufliche Selbständigkeit voraussichtlich erfolgreich bzw. tragfähig ist. Bevor eine Entscheidung zur Bewilligung des Gründungszuschusses getroffen werden, kann muss die Agentur für Arbeit jedoch den sogenannte „Vermittlungsvorrang“ prüfen.

  • Wie weise ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten nach?

    Der Nachweis von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit kann zum Beispiel durch

    • fachliche und unternehmerische Qualifikationsnachweise
    • Berufserfahrung oder
    • Teilnahme an Maßnahmen zur Vorbereitung der Existenzgründung erfolgen.

    Bei Zweifeln an der Eignung kann die Teilnahme an einer Maßnahme der Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung der Existenzgründung erfolgen. In seltenen Fällen kann die Agentur für Arbeit zur Klärung der Eignung auch Fachdienste (Berufspsychologischer Service, Ärztlicher Dienst) beauftragen

  • Was bedeutet der sog. Vermittlungsvorrang?

    Im § 4 (1) SGB III steht „Die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit hat Vorrang vor den Leistungen zum Ersatz des Arbeitsentgelts bei Arbeitslosigkeit.“ Das bedeutet, dass die Suche nach einem Angestelltenverhältnis wichtiger ist, als die Hilfe zur Selbständigkeit. Bestimmte Branchen oder Fachkräfte dürfen nicht von einer Förderung ausgeschlossen werden.

    Um einen Antrag auf Bewilligung eines Gründungszuschusses erfolgreich zu gestalten, ist es besonders wichtig, bereits das Antragsverfahren mit fachkundiger Unterstützung, wie bspw. Orangewerk, durchzuführen. Wichtig ist vor allem eins, dass du vom ersten Tag an beim Gespräch mit deinem zuständigen Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit von dir und deiner Geschäftsidee überzeugst.

    Mögliche Fragestellungen zur Beurteilung des Vermittlungsvorrangs sind:

    • Ist eine - möglichst nachhaltige - Integration innerhalb des ALG- Bezugszeitraums realistisch?
    • Können sofort oder in absehbarer Zeit Stellenangebote unterbreitet werden?
    • Bestehen andere Hemmnisse, die den Integrationserfolg behindern?

    Der Arbeitsvermittler prüft die Tatbestandsvoraussetzungen, bspw. ob zum Zeitpunkt der Beantragung eines Gründungszuschusses auf dem für dich erreichbaren Arbeitsmarkt Stellenangebote möglich sind. Dein Vermittler  darf die Entscheidung, ob ein Gründungszuschuss gewährt wird im Ermessen ausüben.

  • Welche Unterlagen sind für einen Antrag auf Gründungszuschuss nötig?

    Bei einem persönlichen Beratungsgespräch erhältst du die Formulare zum Gründungszuschuss.

    Diese sind gemeinsam mit:

    • einer aussagefähigen Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens (Businessplan),
    • Lebenslauf (einschließlich ggf. notwendiger Befähigungsnachweise),
    • Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan,
    • Umsatz und Rentabilitätsvorschau,
    • Angaben des Existenzgründungswilligen zur Selbständigkeit der Tätigkeit (Gewerbeanmeldung bzw. steuerliche Erfassung beim Finanzamt bei sog. „Freiberuflern“)
    • Im Falle eines handwerklichen bzw. handwerksnahen Bereiches ist in die Handwerksrolle bei der Handwerkskammer einzutragen und hierüber eine Bestätigung vorzulegen.

    sowie einer „sogenannten Tragfähigkeitsbescheinigung“ einzureichen. Es ist jedoch zu beachten, dass mind. noch 150 Tage Restanspruchs auf Arbeitslosengeld I bestehen müssen. Fange daher frühzeitig die Planung deiner Selbständigkeit an.

  • Wer kann bspw. die Tragfähigkeitsbescheinigung ausstellen?

    Du möchtest einen Gründungszuschuss beantragen? Hierfür brauchst du eine positive Beurteilung durch eine sachkundige Stelle. Orangewerk ist als sachkundige Stelle zugelassen. Wir helfen Gründern einen individuellen Businessplan inkl. des Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie einer Umsatz und Rentabilitätsvorschau zu erstellen. Wir berechnen gemeinsam mit dir, was du zum Leben benötigst. Mindestens sollte bspw. deine Miete, deine Lebensmittel etc. (sog. Unternehmerlohn) gedeckt sein und ein finanzieller Puffer eingeplant werden. Zudem helfen wir bei der schriftlichen Formulierung deiner Motivation zur Gründung. Im Anschluss an das erfolgreiche Coaching wird dir von uns eine kostenlose Tragfähigkeitsbescheinigung ausgestellt, welche du bei deinem Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit einreichen kannst.

  • Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags bei der Agentur für Arbeit?

    Die Bearbeitung deines Antrags dauert meist drei Wochen, manchmal auch länger. Zeitaufwändiger ist hingegen die Vorbereitung deiner Unterlagen, die Anmeldung der steuerlichen Erfassung des Finanzamts etc. – hier solltest du in der Regel mind. 12 Wochen einplanen

  • Ich habe einen Gründungszuschuss beantragt und dieser wurde abgelehnt?

    Dein Gründungszuschuss wurde abgelehnt: Dann hast du die Möglichkeit innerhalb eines Monats kostenlos Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Gerne helfen wir bei der Formulierung deines Widerspruchs. Zuerst würden wir gemeinsam prüfen, ob nach dem SGB X alle wesentlichen Umstände der Begründung in den Bescheid aufgenommen wurden.

  • Ist der Gründungszuschuss steuerfrei?

    Ja, die Förderung durch den Gründungszuschuss ist nach § 3 Nr. 2 EStG in deiner Einkommensteuererklärung komplett steuerfrei. Du musst diesen nicht in deiner Einkommensteuerklärung angeben. Häufig kommt es jedoch in Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeldes zu Steuernachzahlungen. Dieses liegt bspw. daran, dass das erhaltene Arbeitslosengeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt und somit deinen Steuersatz erhöht. Solltest du bereits im ersten Jahr voraussichtlich Gewinne erwirtschaften, empfehlen wir hier bereits Steuervorauszahlung an das Finanzamt zu leisten bzw. Rücklagen zu bilden, damit es hier keine überraschenden Nachzahlungen gibt.

  • Wie hoch ist der Gründungszuschuss und wie lange erhalte ich den Gründungszuschuss?

    Seit dem 28.12.2011 gilt das "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt". Die Förderhöhe wurde abgesenkt, indem die Dauer der Förderphasen getauscht wurde.

    • Die erste Förderphase wird von 9 auf 6 Monate gekürzt = Du erhältst Arbeitslosengeld plus Pauschale zur sozialen Absicherung in Höhe von 300 € für 6 Monate.
    • Die zweite Förderphase wurde von 6 auf 9 Monate verlängert: Pauschale zur sozialen Absicherung in Höhe von 300 €.

    Die Gesamtförderdauer liegt somit weiterhin bei 15 Monaten.

  • Darf ich neben den Bezug von dem Gründungszuschuss noch Geld durch eine Anstellung hinzuverdienen?

    Theoretisch ist ein Teilzeitjob bis zu 20 Stunden pro Woche möglich. Das Einkommen wird nicht mit deinem Gründungszuschuss verrechnet. Du solltest jedoch auf jedem Fall deinen zuständigen Sachbearbeiter von der Agentur für Arbeit informieren. Sollten deine liquiden Mittel ausreichen, empfehlen wir in der Regel jedoch dich auf deine hauptberufliche Selbständigkeit zu fokussieren.

  • Ich möchte den Gründungszuschuss verlängern. Was ist hierbei zu beachten?

    Den Antrag auf Verlängerung deines Gründungszuschusses solltest du vor Ablauf der ersten Phase bei der Agentur für Arbeit stellen. Das bedeutet: Spätestens am letzten Tag der ersten Phase, also 6 Monate nach der Bewilligung, sollte der Antrag der Agentur für Arbeit vorliegen. Wir empfehlen, dir hier bereits vier bis sechs Wochen vor einen Termin bspw. in Outlook zu setzen, damit beim Aufbau deiner Selbständigkeit die Frist nicht übersehen wird und die Förderung nahtlos übergehen kann.

    Existenzgründungen können in der Regel nur weiter gefördert werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten vorliegt. Hierzu solltest du mind. die letzten 5 Monate deiner Aktivitäten schriftlich darlegen und bspw. eine betriebswirtschaftliche Auswertungen vorlegen können, aus denen deine Einnahmen und Ausgaben ersichtlich sind. Die Agentur für Arbeit prüft, ob bspw. die Umsatzvorschau dargestellt im Businessplan weitestgehend mit deinen tatsächlichen Umsätzen übereinstimmt. Der Vorteil ist, dass du bei dem Verlängerungsantrag keine Tragfähigkeitsbescheinigung benötigst. Nur bei begründeten Zweifel an der Geschäftstätigkeit, kann seitens der Agentur für Arbeit eine erneute Stellungnahme der fachkundigen Stelle gefordert werden.

    Ergänzend dazu können weitere Unterlagen angefordert werden, wie bspw. einen Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Monate (Rentabilitätsvorschau), Übersicht zu den Auftragseingängen oder Bemühungen zum Erhalt von Aufträgen (Marketingeinsatz).

    Um deine Erfolgsaussichten zu erhöhen, unterstützt Orangewerk dich auch nach der Gründungsphase.

  • Muss ich den Gründungszuschuss bei Geschäftsaufgabe zurückzahlen?

    Solltest du in deiner Gründungsphase merken, dass die Selbständigkeit doch nichts für dich ist, kannst du diese jederzeit wieder aufgeben und die Förderung des Gründungszuschusses endet damit. Ähnlich verhält es sich, wenn du die Selbständigkeit mit unter 20 Stunden/Woche nebenberuflich weiterführen möchtest.

    Den Gründungszuschuss musst du in diesem Falle nicht zurückzahlen. Du hättest sogar die Möglichkeit wieder Arbeitslosengeld I zu beantragen – dein Restanspruch würde sich allerdings um die Tage verkürzen, in denen du den Gründungszuschuss erhalten hast.

    Solltest du bei der Bewilligung unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht haben und vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben kann von dem Existenzgründer der gesamte bisher ausgezahlte Betrag zurückverlangt werden.

Qualifizierung für Arbeitnehmer (WeGebAU)

  • Was ist WeGebAU und was hat dieses mit einer Qualifzierungsoffensive zu tun?

    Die Qualifizierungsoffensive ist ein erster konkreter Schritt zur aktiven Gestaltung des technologischen Wandels in der Arbeitswelt. Mit der Qualifizierungsoffensive wird seitens der Regierung dafür gesorgt, dass die Beschäftigten die Chance haben zu lernen, um am Ball zu bleiben - und grundsätzlich unabhängig von Qualifikation, Alter und Betriebsgröße. Der erste Schritt ist das Qualifizierungschancengesetz, dass den Zugang zur Weiterbildungsförderung verbreitert und die Weiterbildungsberatung stärkt. WeGebAU ist ergänzend hierzu ein Programm der Agentur für Arbeit. Hier können Aus- und Weiterbildungen im Rahmen bestehender Arbeitsverhältnisse gefördert werden.

    Der Start der Nationalen Weiterbildungsstrategie erfolgte am 12. November 2018

  • Welche Arten von Qualifzierungsförderungen gibt es?

    Bislang wurde die Teilnahme an sog. Anpassungsqualifizierungen seitens des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit gefördert, die nach Bildungsziel, Inhalt und Dauer berufliche Kompetenzen vermitteln, die zur beruflichen Eingliederung zwingend erforderlich sind.

    Zur Verbesserung der beruflichen Eingliederungschancen von arbeitslosen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollen zukünftig auch Erweiterungsqualifizierungen gefördert werden können. Sie ermöglichen es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sich qualifikatorisch breiter und flexibler für den Arbeitsmarkt aufzustellen und ggfs. auch das Berufsfeld zu wechseln. Damit verbessern sich auch Aufstiegswege für arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

  • Warum hilft mir eine Weiterbildung nach WeGeBau bzw. nach dem Qualifizierungschancengesetz?

    • Du bleibst bzw. wirst Fit für den Arbeitsmarkt
    • Du baust deine Kenntnisse und Fähigkeiten aus
    • Du verbesserst deine soziale Sicherung, wirst eine gefragte Fachkraft und sicherst dir damit deinen Arbeitsplatz
    • Du bist attraktiv für viele Arbeitgeber

  • Was sind die Voraussetzungen um eine Weiterbildungen gefördert zu bekommen?

    Die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte wird unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße ermöglicht, wenn

    • deine berufliche Tätigkeit durch Technologien ersetzt werden kann,
    • du in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen bist,
    • oder du eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstrebst.

    Hintergrund der Förderung ist eine Anpassung und Erweiterung deiner beruflichen Kompetenzen zu ermöglichen.

    Weitere Voraussetzungen sind

    • das deine Berufsausbildung bereits mind. vier Jahr zurückliegt,
    • du in den letzten vier Jahren keine geförderte Weiterbildung seitens der Agentur für Arbeit erhalten hast,
    • die Maßnahme mind. 160 Stunden und 4 Wochen dauert, und
    • du bei einem Bildungsträger deine Weiterbildung absolvierst, der das geforderte Qualitätsniveau erfüllt. D.h. der Träger als auch der Lehrgang (im Fachjargon „Maßnahme“) müssen die sogenannte AZAV-Zertifizierung haben.

  • Muss sich der Unternehmer bzw. Arbeitgeber an den Lehrgangskosten beteiligen?

    Je nach Betriebsgröße variiert die Beteiligung an den Lehrgangskosten für Arbeitgeber. Die Höhe der Förderung seitens der Agentur für Arbeit stellt sich wie folgt dar:

    • Weniger als zehn Mitarbeitern = 100 % der Lehrgangskosten (§ 82 Abs. 2 SGB III),
    • Weniger als 250 Mitarbeitern = bis zu 50 % der Lehrgangskosten (§ 131a Abs.1 SGB III) (Ausnahme: Übernahme von 100 % der Lehrgangskosten, wenn du bereits das 45. Lebensjahr  vollendet hast oder einen Grad der Behinderung von mind. 50 bzw. in weiteren Fällen von mind. 30 vorweisen kannst) ,
    • Bei mehr als 250 Mitarbeitern = bis zu 25% der Lehrgangskosten,
    • Mehr als 2.500 Mitarbeiter = bis zu 20% der Lehrgangskosten, wenn eine Betriebsvereinbarung über die berufliche Weiterbildung besteht oder ein Tarifvertrag, der betriebsbezogen berufliche Weiterbildung vorsieht

    Ausnahme: Du hast bisher kein verwertbarer Berufsabschluss oder du hast mindestens vier Jahre in einer un- oder angelernten Tätigkeit gearbeitet, dann hat dein Arbeitgeber die Möglichkeit sich das anteilige Arbeitsentgelt für weiterbildungsbedingte Zeiten ohne Arbeitsleistung zu 100% bezuschussen zu lassen.

  • Gibt es weitere Anreize für meinen Arbeitgeber?

    Dein Arbeitgeber kann in Zeiten deiner beruflichen Weiterbildung einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für dich beantragen. Auch dieses ist abhängig von der Betriebsgröße. 

    • Weniger als zehn Mitarbeiter = Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 75 %,
    • Weniger als 250 Mitarbeiter = Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 50 % ,
    • Mehr als 250 Mitarbeiter = ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 25%,

  • Wie ermittle ich die Zahl der Mitarbeiter für mein Unternehmen?

    Eine Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit

    • von nicht mehr als zehn Stunden wird mit 0,25
    • von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,50 und
    • von nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 ermittelt.

    Beispiel:

    Du arbeitest in einer kleinen Buchhandlung bei der die Leiterin mit 35 Stunden/Woche beschäftigt ist sowie zwei Angestellte mit 15 Stunden und acht Minijobber mit 8 Stunden.  In diesem Falle ist die Zahl der Beschäftigten nicht 11 Mitarbeiter sondern 4.

  • Welche Weiterbildungen sind von der Förderung ausgeschlossen?

    Weiterbildungsleistungen nach § 82 des SGB III (Förderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) dürfen nur erbracht werden, wenn die berufliche Weiterbildung nicht auf ein nach förderfähiges Fortbildungsziel (§ 2 (1)  des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG))  vorbereitet.

    Beispiele für nicht geförderte Fortbildungen sind, Weiterbildungen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Auch der Lehrgang zur Vorbereitung auf den/die Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung fällt unter Umständen unter das Aufstiegs-Bafög. Mehr dazu unter https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/was-wird-gefoerdert-1698.html.

  • Ich möchte eine Weiterbildung bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter beantragen. Was muss ich tun?

    Im ersten Schritt solltest du bzw. dein Arbeitgeber Kontakt mit der Agentur für Arbeit/ Jobcenter aufnehmen. Der jeweilige Ansprechpartner wird ein persönlichen Termin mit dir vereinbaren und prüfen ob die Voraussetzung für eine Förderung mit einem Bildungsgutschein bescheinigt werden kann. Das heißt, die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter prüft, ob z.B. mit dem angestrebten Bildungsziel eine anschließende Beschäftigungsaufnahme erwartet werden kann oder ob andere arbeitsmarktpolitische Instrumente erfolgversprechender sind.

    Dein Bildungsgutschein ist in der Regel (auf 3 Monate) zur Einlösung zeitlich befristet und auf ein bestimmtes Bildungsziel beschränkt. Falls Arbeitgeber sowie Weiterbildungsinteressierte einverstanden sind, kann auf die Ausstellung eines Bildungsgutscheins auch verzichtet werden. Mehr zu dem Bildungsgutschein erfährst du hier.

    Beachte bitte, dass die Leistungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung grundsätzlich Ermessensleistungen sind und du keinen Rechtsanspruch darauf hast!

    Die Weiterbildungsberatung soll dazu beitragen, die Beschäftigungsfähigkeit u.a. vor dem Hintergrund des technologischen Wandels zu erhalten oder zu verbessern, aber auch dir berufliche Aufstiege zu ermöglichen und deine Arbeitslosigkeit zu verhindern.

    Auch für deinen Arbeitgeber wird das Beratungsangebot ausgebaut, um frühzeitig Qualifizierungsbedarfe der Mitarbeiter zu erkennen. Mit diesem Beratungsangebot soll der präventive Ansatz der Arbeitsmarktpolitik gestärkt.

Förderung

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen..“
Benjamin Franklin

Allgemeine Infos

  • Welche Förderungen gibt es?

    AVGS – der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur – ist vielen Arbeitssuchenden bekannt. Dieser Beratungs-Gutschein AVGS kann auch von Gründern/Existenzgründern, die noch arbeitssuchend gemeldet sind, in Anspruch genommen werden.

    Mit dem AVGS Beratungs-Gutschein kannst bei Einzel- oder Gruppenmaßnahmen teilnehmen.

  • Was genau ist AVGS Gutschein?

    Der AVGS dient als Bescheinigung der Arbeitsagentur, dass ein arbeitssuchend Gemeldeter bestimmte Förderungskriterien erfüllt, und damit Anspruch auf diese Förderung hat.

    Voraussetzung bei der Einlösung des Gutscheins: Die Voraussetzung ist, dass der „Träger“ – also der Kurs- oder Seminaranbieter – zertifiziert ist. In manchen Fällen kann der AVGS regional beschränkt sein, oder nur für eine bestimmte Zeit gültig.

    ORANGEWERK ist ein zertifizierter AZAV Träger!

  • Wer hat Anspruch?

    Es gibt keinen Rechtsanspruch auf den AVGS, es ist immer eine Ermessensentscheidung! Den Antrag können grundsätzlich alle Arbeitssuchenden, die sich im Leistungsbezug ALG I befinden, stellen. Es besteht hier jedoch eine Wartezeit von sechs Wochen Arbeitslosigkeit. Auch ein Anspruch auf Beratungsförderung besteht.

    ALG II Beziehenden, auch Hartz IV genannt, kann der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach Ermessen gewährt werden.

    Erwerbsaufstocker, Berufsrückkehrer und Hochschulabsolventen können nach Ermessen des Jobcenters einen Anspruch auf den Gutschein und auf Beratungsförderung haben.

    VOR ALLEM auch Existenzgründer oder arbeitslos gemeldete Gründer haben Anspruch auf den AVGS.

  • AVGS für GRÜNDER

    Für eine Förderung der Selbständigkeit und die Beratungsförderung gelten dabei besondere zusätzliche Voraussetzungen.

    AVGS steht allen von Arbeitslosigkeit bedrohten – wie etwa Arbeitnehmer vor Ende der Befristung oder in Kündigung – Gründern zu.

    Allen Berufsrückkehrern, Ausbildungssuchenden und Hochschulabsolventen.

    Das macht den AVGS zu einer wichtigen Fördermaßnahme für sehr viele, die gründen wollen, und eine zusätzliche Hilfe zur Beratungsförderung.

  • Was oder wer wird gefördert?

    Die Teilnahme an einer Einzel- oder Gruppenmaßnahme eines zugelassenen AZAV Maßnahmeträgers.

    Ziel: Die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt oder an eine selbständige Tätigkeit.

  • Wo kann ich den Antrag stellen?

    Der Antrag für alle AVGS Gutscheine kann mit Hilfe des zuständigen Jobcenters oder der Arbeitsagentur erfolgen.

    Der Gutschein kann beim Leistungsträger persönlich, telefonisch, per E-Mail, Fax oder schriftlich beantragt werden.

Gründungszuschuss

  • Wofür ist der Gründungszuschuss?

    Der Gründungszuschuss soll dir helfen, die ersten Monate der Selbständigkeit zu überbrücken. Die finanzielle Hilfe für die Existenzgründung verschafft dir Zeit für Kundenakquise und Unternehmensaufbau. Bei der Beantragung, Beratung und Verlängerung muss einiges beachten werden. Im Folgenden findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Gründungszuschuss.

  • Wer hat Anspruch auf den Gründungszuschuss und was sind die Voraussetzungen um diesen zu erhalten?

    „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten.“

    Den Gründungszuschuss können prinzipiell alle beantragen,

    • die mindestens einen Tag lang Arbeitslosengeld I bezogen haben,
    • mehr als 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und
    • noch nicht älter als 65 Jahre sind.

    Weitere Voraussetzungen zur Ausübung einer Selbständigkeit sind, dass deine Kenntnisse und Fähigkeiten  und mithilfe einer „Tragfähigkeitsbescheinigung“ nachgewiesen wird, dass die hauptberufliche Selbständigkeit voraussichtlich erfolgreich bzw. tragfähig ist. Bevor eine Entscheidung zur Bewilligung des Gründungszuschusses getroffen werden, kann muss die Agentur für Arbeit jedoch den sogenannte „Vermittlungsvorrang“ prüfen.

  • Wie weise ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten nach?

    Der Nachweis von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit kann zum Beispiel durch

    • fachliche und unternehmerische Qualifikationsnachweise
    • Berufserfahrung oder
    • Teilnahme an Maßnahmen zur Vorbereitung der Existenzgründung erfolgen.

    Bei Zweifeln an der Eignung kann die Teilnahme an einer Maßnahme der Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung der Existenzgründung erfolgen. In seltenen Fällen kann die Agentur für Arbeit zur Klärung der Eignung auch Fachdienste (Berufspsychologischer Service, Ärztlicher Dienst) beauftragen.

  • Was bedeutet der sog. Vermittlungsvorrang?

    Im § 4 (1) SGB III steht „Die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit hat Vorrang vor den Leistungen zum Ersatz des Arbeitsentgelts bei Arbeitslosigkeit.“ Das bedeutet, dass die Suche nach einem Angestelltenverhältnis wichtiger ist, als die Hilfe zur Selbstständigkeit. Bestimmte Branchen oder Fachkräfte dürfen nicht von einer Förderung ausgeschlossen werden.

    Um einen Antrag auf Bewilligung eines Gründungszuschusses erfolgreich zu gestalten, ist es besonders wichtig, bereits das Antragsverfahren mit fachkundiger Unterstützung, wie bspw. Orangewerk, durchzuführen. Wichtig ist vor allem eins vom ersten Tag beim Gespräch mit dem zuständigen Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit von dir und deiner Geschäftsidee überzeugen.

    Mögliche Fragestellungen zur Beurteilung des Vermittlungsvorrangs sind:

    • Ist eine - möglichst nachhaltige - Integration innerhalb des ALG- Bezugszeitraums realistisch?
    • Können sofort oder in absehbarer Zeit Stellenangebote unterbreitet werden?
    • Bestehen andere Hemmnisse, die den Integrationserfolg behindern?

    Der Arbeitsvermittler prüft die Tatbestandsvoraussetzungen, bspw. ob zum Zeitpunkt der Beantragung eines Gründungszuschusses auf dem für dich erreichbaren Arbeitsmarkt Stellenangebote möglich sind und darf die Entscheidung, ob ein Gründungszuschuss gewährt wird im Ermessen ausüben.

  • Welche Unterlagen sind für einen Antrag auf Gründungszuschuss nötig?

    Bei einem persönlichen Beratungsgespräch erhältst du die Formulare zum Gründungszuschuss.

    Diese sind gemeinsam mit:

    • einer aussagefähigen Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens (Businessplan),
    • Lebenslauf (einschließlich ggf. notwendiger Befähigungsnachweise),
    • Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan,
    • Umsatz und Rentabilitätsvorschau,
    • Angaben des Existenzgründungswilligen zur Selbständigkeit der Tätigkeit (Gewerbeanmeldung bzw. steuerliche Erfassung beim Finanzamt bei sog. „Freiberuflern“)
    • Im Falle eines handwerklichen bzw. handwerksnahen Bereiches ist in die Handwerksrolle bei der Handwerkskammer einzutragen und hierüber eine Bestätigung vorzulegen.

    sowie einer „sogenannten Tragfähigkeitsbescheinigung“ einzureichen. Es ist jedoch zu beachten, dass mind. noch 150 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld I bestehen müssen. Fange daher frühzeitig die Planung deiner Selbständigkeit an.

  • Wer kann bspw. die Tragfähigkeitsbescheinigung ausstellen?

    Du möchtest einen Gründungszuschuss beantragen? Hierfür brauchst du eine positive Beurteilung durch eine sachkundige Stelle. Orangewerk ist als sachkundige Stelle zugelassen. Wir helfen Gründern einen individuellen Businessplan inkl. des Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie einer Umsatz und Rentabilitätsvorschau zu erstellen. Wir berechnen gemeinsam mit dir, was du zum Leben benötigst. Mindestens sollte bspw. deine Miete, deine Lebensmittel etc. (sog. Unternehmerlohn) gedeckt sein und ein finanzieller Puffer eingeplant werden. Zudem helfen wir bei der schriftlichen Formulierung deiner Motivation zur Gründung. Im Anschluss an das erfolgreiche Coaching wird dir von uns eine kostenlose Tragfähigkeitsbescheinigung ausgestellt, welche du bei deinem Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit einreichen kannst.

  • Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags bei der Agentur für Arbeit?

    Die Bearbeitung deines Antrags dauert meist drei Wochen, manchmal auch länger. Zeitaufwändiger ist hingegen die Vorbereitung deiner Unterlagen, die steuerliche Erfassung beim Finanzamt etc. – hier solltest du in der Regel mind. 12 Wochen einplanen

  • Ich habe einen Gründungszuschuss beantragt und dieser wurde abgelehnt?

    Dein Gründungszuschuss wurde abgelehnt: Dann hast du die Möglichkeit innerhalb eines Monats kostenlos Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Gerne helfen wir bei der Formulierung deines Widerspruchs. Zuerst würden wir gemeinsam prüfen, ob nach dem SGB X alle wesentlichen Umstände der Begründung in den Bescheid aufgenommen wurden.

  • Ist der Gründungszuschuss steuerfrei?

    Ja, die Förderung durch den Gründungszuschuss ist nach § 3 Nr. 2 EStG in deiner Einkommensteuererklärung komplett steuerfrei. Du musst diesen nicht in deiner Einkommensteuerklärung angeben. Häufig kommt es jedoch in Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeldes zu Steuernachzahlungen. Dieses liegt bspw. daran, dass das erhaltene Arbeitslosengeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt und somit deinen Steuersatz erhöht. Solltest du bereits im ersten Jahr voraussichtlich Gewinne erwirtschaften, empfehlen wir hier bereits Steuervorauszahlung an das Finanzamt zu leisten bzw. Rücklagen zu bilden, damit es hier keine überraschenden Nachzahlungen gibt.

  • Wie hoch ist der Gründungszuschuss und wie lange erhalte ich den Gründungszuschuss?

    Seit dem 28.12.2011 gilt das "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt". Die Förderhöhe wurde abgesenkt, indem die Dauer der Förderphasen getauscht wurde.

    • Die erste Förderphase wird von 9 auf 6 Monate gekürzt = Du erhältst Arbeitslosengeld plus Pauschale zur sozialen Absicherung in Höhe von 300 € für 6 Monate.
    • Die zweite Förderphase wurde von 6 auf 9 Monate verlängert: Pauschale zur sozialen Absicherung in Höhe von 300 €.

    Die Gesamtförderdauer liegt somit weiterhin bei 15 Monaten.

  • Darf ich neben den Bezug von dem Gründungszuschuss noch Geld durch eine Anstellung hinzuverdienen?

    Theoretisch ist ein Teilzeitjob bis zu 20 Stunden pro Woche möglich. Das Einkommen wird nicht mit deinem Gründungszuschuss verrechnet. Du solltest jedoch auf jedem Fall deinen zuständigen Sachbearbeiter von der Agentur für Arbeit darüber informieren. Sollten deine liquiden Mittel ausreichen, empfehlen wir in der Regel jedoch dich auf deine hauptberufliche Selbständigkeit zu fokussieren.

  • Ich möchte den Gründungszuschuss verlängern. Was ist hierbei zu beachten?

    Den Antrag auf Verlängerung deines Gründungszuschusses solltest du vor Ablauf der ersten Phase bei der Agentur für Arbeit stellen. Das bedeutet: Spätestens am letzten Tag der ersten Phase, also 6 Monate nach der Bewilligung, sollte der Antrag der Agentur für Arbeit vorliegen. Wir empfehlen, dir hier bereits vier bis sechs Wochen vorher einen Termin bspw. in Outlook zu setzen, damit beim Aufbau deiner Selbständigkeit die Frist nicht übersehen wird und die Förderung nahtlos übergehen kann.

    Existenzgründungen können in der Regel nur weiter gefördert werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten vorliegt. Hierzu solltest du mind. die letzten 5 Monate deiner Aktivitäten schriftlich darlegen und bspw. eine betriebswirtschaftliche Auswertungen vorlegen können, aus denen deine Einnahmen und Ausgaben ersichtlich sind. Die Agentur für Arbeit prüft, ob bspw. die Umsatzvorschau dargestellt im Businessplan weitestgehend mit deinen tatsächlichen Umsätzen übereinstimmt. Der Vorteil ist, dass du bei dem Verlängerungsantrag keine Tragfähigkeitsbescheinigung benötigst. Nur bei begründeten Zweifel an der Geschäftstätigkeit, kann seitens der Agentur für Arbeit eine erneute Stellungnahme der fachkundigen Stelle gefordert werden.

    Ergänzend dazu können weitere Unterlagen angefordert werden, wie bspw. einen Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Monate (Rentabilitätsvorschau), Übersicht zu den Auftragseingängen oder Bemühungen zum Erhalt von Aufträgen (Marketingeinsatz).

    Um deine Erfolgsaussichten zu erhöhen, unterstützt Orangewerk dich auch nach der Gründungsphase.

  • Muss ich den Gründungszuschuss bei Geschäftsaufgabe zurückzahlen?

    Solltest du in deiner Gründungsphase merken, dass die Selbständigkeit doch nichts für dich ist, kannst du diese jederzeit wieder aufgeben und die Förderung des Gründungszuschusses endet damit. Ähnlich verhält es sich, wenn du die Selbständigkeit mit unter 20 Stunden/Woche nebenberuflich weiterführen möchtest.

    Den Gründungszuschuss musst du in diesem Falle nicht zurückzahlen. Du hättest sogar die Möglichkeit wieder Arbeitslosengeld I zu beantragen – dein Restanspruch würde sich allerdings um die Tage verkürzen, in denen du den Gründungszuschuss erhalten hast.

    Solltest du bei der Bewilligung unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht haben und vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben kann von dem Existenzgründer der gesamte bisher ausgezahlte Betrag zurückverlangt werden.

Qualifizierung für Arbeitnehmer (WeGebAU)

  • Was ist WeGebAU und was hat dieses mit einer Qualifzierungsoffensive zu tun?

    Die Qualifizierungsoffensive ist ein erster konkreter Schritt zur aktiven Gestaltung des technologischen Wandels in der Arbeitswelt. Mit der Qualifizierungsoffensive wird seitens der Regierung dafür gesorgt, dass die Beschäftigten die Chance haben zu lernen, um am Ball zu bleiben - und grundsätzlich unabhängig von Qualifikation, Alter und Betriebsgröße. Der erste Schritt ist das Qualifizierungschancengesetz, dass den Zugang zur Weiterbildungsförderung verbreitert und die Weiterbildungsberatung stärkt. WeGebAU ist ergänzend hierzu ein Programm der Agentur für Arbeit. Hier können Aus- und Weiterbildungen im Rahmen bestehender Arbeitsverhältnisse gefördert werden.

    Der Start der Nationalen Weiterbildungsstrategie erfolgte am 12. November 2018

  • Welche Arten von Qualifzierungsförderungen gibt es?

    Bislang wurde die Teilnahme an sog. Anpassungsqualifizierungen seitens des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit gefördert, die nach Bildungsziel, Inhalt und Dauer berufliche Kompetenzen vermitteln, die zur beruflichen Eingliederung zwingend erforderlich sind.

    Zur Verbesserung der beruflichen Eingliederungschancen von arbeitslosen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollen zukünftig auch Erweiterungsqualifizierungen gefördert werden können. Sie ermöglichen es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sich qualifikatorisch breiter und flexibler für den Arbeitsmarkt aufzustellen und ggfs. auch das Berufsfeld zu wechseln. Damit verbessern sich auch Aufstiegswege für arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

  • Warum hilft mir eine Weiterbildung nach WeGeBau bzw. nach dem Qualifizierungschancengesetz?

    • Du bleibst bzw. wirst Fit für den Arbeitsmarkt
    • Du baust deine Kenntnisse und Fähigkeiten aus
    • Du verbesserst deine soziale Sicherung, wirst eine gefragte Fachkraft und sicherst dir damit deinen Arbeitsplatz
    • Du bist attraktiv für viele Arbeitgeber

  • Was sind die Voraussetzungen um eine Weiterbildungen gefördert zu bekommen?

    Die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte wird unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße ermöglicht, wenn

    • deine berufliche Tätigkeit durch Technologien ersetzt werden kann,
    • du in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen bist,
    • oder du eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstrebst.

    Hintergrund der Förderung ist eine Anpassung und Erweiterung deiner beruflichen Kompetenzen zu ermöglichen.

    Weitere Voraussetzungen sind

    • das deine Berufsausbildung bereits mind. vier Jahr zurückliegt,
    • du in den letzten vier Jahren keine geförderte Weiterbildung seitens der Agentur für Arbeit erhalten hast,
    • die Maßnahme mind. 160 Stunden und 4 Wochen dauert, und
    • du bei einem Bildungsträger deine Weiterbildung absolvierst, der das geforderte Qualitätsniveau erfüllt. D.h. der Träger als auch der Lehrgang (im Fachjargon „Maßnahme“) müssen die sogenannte AZAV-Zertifizierung haben.

  • Muss sich der Unternehmer bzw. Arbeitgeber an den Lehrgangskosten beteiligen?

    Je nach Betriebsgröße variiert die Beteiligung an den Lehrgangskosten für Arbeitgeber. Die Höhe der Förderung seitens der Agentur für Arbeit stellt sich wie folgt dar:

    • Weniger als zehn Mitarbeitern = 100 % der Lehrgangskosten (§ 82 Abs. 2 SGB III),
    • Weniger als 250 Mitarbeitern = bis zu 50 % der Lehrgangskosten (§ 131a Abs.1 SGB III) (Ausnahme: Übernahme von 100 % der Lehrgangskosten, wenn du bereits das 45. Lebensjahr  vollendet hast oder einen Grad der Behinderung von mind. 50 bzw. in weiteren Fällen von mind. 30 vorweisen kannst) ,
    • Bei mehr als 250 Mitarbeitern = bis zu 25% der Lehrgangskosten,
    • Mehr als 2.500 Mitarbeiter = bis zu 20% der Lehrgangskosten, wenn eine Betriebsvereinbarung über die berufliche Weiterbildung besteht oder ein Tarifvertrag, der betriebsbezogen berufliche Weiterbildung vorsieht

    Ausnahme: Du hast bisher kein verwertbarer Berufsabschluss oder du hast mindestens vier Jahre in einer un- oder angelernten Tätigkeit gearbeitet, dann hat dein Arbeitgeber die Möglichkeit sich das anteilige Arbeitsentgelt für weiterbildungsbedingte Zeiten ohne Arbeitsleistung zu 100% bezuschussen zu lassen.

  • Gibt es weitere Anreize für meinen Arbeitgeber?

    Dein Arbeitgeber kann in Zeiten deiner beruflichen Weiterbildung einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für dich beantragen. Auch dieses ist abhängig von der Betriebsgröße. 

    • Weniger als zehn Mitarbeiter = Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 75 %,
    • Weniger als 250 Mitarbeiter = Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 50 % ,
    • Mehr als 250 Mitarbeiter = ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu 25%,

  • Wie ermittle ich die Zahl der Mitarbeiter für mein Unternehmen?

    Eine Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit

    • von nicht mehr als zehn Stunden wird mit 0,25
    • von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,50 und
    • von nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 ermittelt.

    Beispiel:

    Du arbeitest bspw. in einer kleinen Buchhandlung. Die Leiterin arbeitet 35 Stunden/Woche. Es sind zwei Angestellte mit 15 Stunden und acht Minijobber mit 8 Stunden bei der Buchhandlung beschäftigt.  In diesem Falle ist die Zahl der Beschäftigten nicht 11 sondern 4, so dass 100 % der Lehrgangskosten übernommen werden könnten.

  • Welche Weiterbildungen sind von der Förderung ausgeschlossen?

    Weiterbildungsleistungen nach § 82 des SGB III (Förderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) dürfen nur erbracht werden, wenn die berufliche Weiterbildung nicht auf ein nach förderfähiges Fortbildungsziel (§ 2 (1)  des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG))  vorbereitet.

    Beispiele für nicht geförderte Fortbildungen sind, Weiterbildungen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Auch der Lehrgang zur Vorbereitung auf den/die Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung fällt unter Umständen unter das Aufstiegs-Bafög. Mehr dazu unter https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/was-wird-gefoerdert-1698.html.

  • Ich möchte eine Weiterbildung bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter beantragen. Was muss ich tun?

    Im ersten Schritt solltest du bzw. dein Arbeitgeber Kontakt mit der Agentur für Arbeit/ Jobcenter aufnehmen. Der jeweilige Ansprechpartner wird ein persönlichen Termin mit dir vereinbaren und prüfen ob die Voraussetzung für eine Förderung mit einem Bildungsgutschein bescheinigt werden kann. Das heißt, die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter prüft, ob z.B. mit dem angestrebten Bildungsziel eine anschließende Beschäftigungsaufnahme erwartet werden kann oder ob andere arbeitsmarktpolitische Instrumente erfolgversprechender sind.

    Dein Bildungsgutschein ist in der Regel (auf 3 Monate) zur Einlösung zeitlich befristet und auf ein bestimmtes Bildungsziel beschränkt. Falls Arbeitgeber sowie Weiterbildungsinteressierte einverstanden sind, kann auf die Ausstellung eines Bildungsgutscheins auch verzichtet werden. Mehr zu dem Bildungsgutschein erfährst du hier.

    Beachte bitte, dass die Leistungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung grundsätzlich Ermessensleistungen sind und du keinen Rechtsanspruch darauf hast!

    Die Weiterbildungsberatung soll dazu beitragen, die Beschäftigungsfähigkeit u.a. vor dem Hintergrund des technologischen Wandels zu erhalten oder zu verbessern, aber auch dir berufliche Aufstiege zu ermöglichen und deine Arbeitslosigkeit zu verhindern.

    Auch für deinen Arbeitgeber wird das Beratungsangebot ausgebaut, um frühzeitig Qualifizierungsbedarfe der Mitarbeiter zu erkennen. Mit diesem Beratungsangebot soll der präventive Ansatz der Arbeitsmarktpolitik gestärkt.

Aktionspakete

Hier findest du alles, wenn du dich beruflich weiterentwickeln willst…

Förderungen

Hier findest du Fördermöglichkeiten für dein Vorhaben…

Aktionspakete

Hier findest du alles, wenn du dich beruflich weiterentwickeln willst…

Förderungen

Hier findest du Fördermöglichkeiten für dein Vorhaben…

AktionsRAUM

hier findest du das richtige Coaching für dich

JobStart

Für Bewerber
19
Std.
  • individuelles Bewerbungscoaching KURSWECHSEL
  • Entscheide welches Modul für dich passend ist!
  • Module 1--3

InBusiness

Für Gründer und Unternehmer
98
Std.
  • Einzelcoaching für Gründer und Unternehmer UNTERNEHMERPASS
  • Entscheide welches Modul für dich passend ist!
  • Module 1--5

BeExpert

Für Gründer und Unternehmer
110
Std.
  • Einzelcoaching für Gründer und Unternehmer UNTERNEHMERPASS
  • Entscheide welches Modul für dich passend ist!
  • Module 1--5
  • Seminare für Gründer und Unternehmer UNTERNEHMER-FAHRPLAN
  • 3 Module deiner Wahl

FörderRAUM

hier findest du Fördermöglichkeiten für dein Vorhaben

FörderRAUM

hier findest du Fördermöglichkeiten für dein Vorhaben

Folge uns auf ...

© All rights orangewerk 2019

 Realisierung rethmann-design.de

Allgemeine Infos

  • Welche Förderungen gibt es?

    AVGS – der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur – ist vielen Arbeitssuchenden bekannt. Dieser Beratungs-Gutschein AVGS kann auch von Gründern/Existenzgründern, die noch arbeitssuchend gemeldet sind, in Anspruch genommen werden.

    Mit dem AVGS Beratungs-Gutschein kannst bei Einzel- oder Gruppenmaßnahmen teilnehmen.

  • Was genau ist AVGS Gutschein?

    Der AVGS dient als Bescheinigung der Arbeitsagentur, dass ein arbeitssuchend Gemeldeter bestimmte Förderungskriterien erfüllt, und damit Anspruch auf diese Förderung hat.

    Voraussetzung bei der Einlösung des Gutscheins: Die Voraussetzung ist, dass der „Träger“ – also der Kurs- oder Seminaranbieter – zertifiziert ist. In manchen Fällen kann der AVGS regional beschränkt sein, oder nur für eine bestimmte Zeit gültig.

    ORANGEWERK ist ein zertifizierter AZAV Träger!

  • Wer hat Anspruch?

    Es gibt keinen Rechtsanspruch auf den AVGS, es ist immer eine Ermessensentscheidung! Den Antrag können grundsätzlich alle Arbeitssuchenden, die sich im Leistungsbezug ALG I befinden, stellen. Es besteht hier jedoch eine Wartezeit von sechs Wochen Arbeitslosigkeit. Auch ein Anspruch auf Beratungsförderung besteht.

    ALG II Beziehenden, auch Hartz IV genannt, kann der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach Ermessen gewährt werden.

    Erwerbsaufstocker, Berufsrückkehrer und Hochschulabsolventen können nach Ermessen des Jobcenters einen Anspruch auf den Gutschein und auf Beratungsförderung haben.

    VOR ALLEM auch Existenzgründer oder arbeitslos gemeldete Gründer haben Anspruch auf den AVGS.

  • AVGS für GRÜNDER

    Für eine Förderung der Selbständigkeit und die Beratungsförderung gelten dabei besondere zusätzliche Voraussetzungen.

    AVGS steht allen von Arbeitslosigkeit bedrohten – wie etwa Arbeitnehmer vor Ende der Befristung oder in Kündigung – Gründern zu.

    Allen Berufsrückkehrern, Ausbildungssuchenden und Hochschulabsolventen.

    Das macht den AVGS zu einer wichtigen Fördermaßnahme für sehr viele, die gründen wollen, und eine zusätzliche Hilfe zur Beratungsförderung.

  • Was oder wer wird gefördert?

    Die Teilnahme an einer Einzel- oder Gruppenmaßnahme eines zugelassenen AZAV Maßnahmeträgers.

    Ziel: Die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt oder an eine selbständige Tätigkeit.

  • Wo kann ich den Antrag stellen?

    Der Antrag für alle AVGS Gutscheine kann mit Hilfe des zuständigen Jobcenters oder der Arbeitsagentur erfolgen.

    Der Gutschein kann beim Leistungsträger persönlich, telefonisch, per E-Mail, Fax oder schriftlich beantragt werden.

Gründungszuschuss

Qualifizierung für Arbeitnehmer

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.