1. Juni 2022

Gesetzesänderungen & Reformen im Juli 2022

Große Änderungen im Juli
Was kommt auf dich zu und was ändert sich?

Ab dem 1. Juli ändern sich zahlreiche Gesetze zur Einkommensteuer, Rente, Mindestlohn, und Verträgen.

Eine erfreuliche Nachricht für alle Arbeitnehmer – Die Einkommensteuer wird angepasst!

Angestellte müssen zukünftig weniger Steuern zahlen und gelten rückwirkend ab dem 01.01.2022!

Grundfreibetrag
Als Grundfreibetrag bezeichnet man den Teil des Einkommens, auf den keine Einkommensteuer erhoben wird und ist Bestandteil des Einkommensteuertarifs.

Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer steigt um 363€ auf 10.347€ pro Jahr.
Diese Änderung soll der Inflationsrate gegenwirken und diese zumindest teilweise ausgleichen.

Entfernungspauschale
Die „Pendlerpauschale“ kann von allen Arbeitnehmern und über § 4 Abs. 5 Nr. 6 EStG auch von Selbständigen in Anspruch genommen werden, unabhängig von der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen.
Die Entfernungspauschale für Fernpendler wird ab dem 21. Kilometer von 35Cent auf 38Cent pro Kilometer für den Zeitraum von 2022 bis 2026 unabhängig vom Fortbewegungsmittel (Auto / Bus / Bahn / Fahrrad / o.ä.) erhöht.

Arbeitnehmerpauschbetrag
Den Arbeitnehmerpauschbetrag (auch Werbungskostenpauschbetrag oder Werbungskostenpauschale) erhältst Du, wenn Du in deiner Steuererklärung keine Werbungskosten geltend machst oder wenn deine nachgewiesenen Werbungskosten niedriger als der Pauschbetrag sind.

Dieser Pauschbetrag steigt von 1.000€ auf 1.200€/Jahr.

Mehr Geld – Rente, Mindestlohn & Hartz IV

Rente
Die Renten steigen in Westdeutschland um 5,35% und in Ostdeutschland um 6,12 %.

Der Rentenwert Ost steigt auf 98,6% des aktuellen Rentenwerts West. Spätestens zum 1. Juli 2024 soll die Rentenangleichung abgeschlossen sein.

Der Nachholfaktor wird bei der Rentenanpassung wieder eingesetzt.
Denn für Neurentner wurden die Erwerbsminderungsrenten in den vergangenen Jahren durch mehrere gesetzliche Verbesserungen deutlich erhöht.
Das heißt Personen, die zum Einführungszeitpunkt bereits eine Erwerbsminderungsrente bezogen hatten, wurden nicht oder nur teilweise erfasst.
Das heißt, die unterbliebene Rentenminderung aus dem Jahr 2021 wird mit der Rentenanpassung zum 1. Juli verrechnet.

Mindestlohn
Am 23. Februar 2022 hat das Bundeskabinett beschlossen den gesetzlichen Mindestlohn zu erhöhen.
Ab dem 1. Juli steigt der Mindestlohn auf 10,45€ pro Stunde und wird zum 1. Oktober nochmals auf 12€ pro Stunde angehoben.

Hartz IV
Alle volljährige Hartz IV- / Sozialhilfe- / Grundsicherungs-Empfänger erhalten im Juli eine einmalige Bonuszahlung.
Der Zuschuss in Höhe von 200€ ergänzt den Regelsatz von 449€ und wird zusammen mit diesem ausgezahlt.
Das heißt Bezieher erhalten im Juli eine Zahlung über 649€.

EEG- Grundlage entfällt

Die EEG –Umlage, auch „Ökostromumlage“ genannt, dient sie dazu, die Förderung des Ausbaus von Solar-, Wind-, Biomasse- und Wasserkraftwerken zu finanzieren.
Verbraucher und Firmen sollen ab Juli keine EEG-Umlage mehr bezahlen – Künftig wird sie aus dem Bundeshaushalt gestämmt.
Die Stromanbieter sind künftig dazu verpflichtet, die Entlastung in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben.

„Mit dem Gesetz senken die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 von bislang 3,72 Cent pro Kilowattstunde auf null Cent pro Kilowattstunde.“

Das heißt, ein Single-Haushalt spart bei einem Jahresverbrauch von 1500 Kilowattstunden ca. 33€ (brutto).

Digitale Krankschreibung

Seit letztem Oktober senden Arztpraxen die Krankmeldung digital direkt an die Krankenkassen.
Ab dem 1. Juli müssen Arbeitnehmer ihre Krankmeldung nicht mehr selbst beim Arbeitgeber einreichen, denn die Krankmeldung werden auch an den Arbeitgeber weitergeleitet.
Patienten erhalten weiterhin eine ausgedruckte Ausfertigung zur eigenen Dokumentation.

Verträge online kündigen

Jeder, der einen Vertrag online abschließt, hat nun das Recht diese auch online zu kündigen. Somit wird der Kündigungsbutton auf der Webseite des Vertragspartners (Unternehmen) zur Pflicht.
Ist dieser Button nicht vorhanden, hat der Verbraucher die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Corona-Test kostet

Künftig müssen für Corona-Tests 3€ entrichtet werden.
Die Test sind für Schwangere und Risiko-Gruppen weiterhin kostenlos.

Hast Du Fragen? Wir informieren Dich gerne!

1. Juni 2022

Gesetzesänderungen & Reformen im Juli 2022

Große Änderungen im Juli
Was kommt auf dich zu und was ändert sich?

Ab dem 1. Juli ändern sich zahlreiche Gesetze zur Einkommensteuer, Rente, Mindestlohn, und Verträgen.

Eine erfreuliche Nachricht für alle Arbeitnehmer – Die Einkommensteuer wird angepasst!

Angestellte müssen zukünftig weniger Steuern zahlen und gelten rückwirkend ab dem 01.01.2022!

Grundfreibetrag
Als Grundfreibetrag bezeichnet man den Teil des Einkommens, auf den keine Einkommensteuer erhoben wird und ist Bestandteil des Einkommensteuertarifs.

Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer steigt um 363€ auf 10.347€ pro Jahr.
Diese Änderung soll der Inflationsrate gegenwirken und diese zumindest teilweise ausgleichen.

Entfernungspauschale
Die „Pendlerpauschale“ kann von allen Arbeitnehmern und über § 4 Abs. 5 Nr. 6 EStG auch von Selbständigen in Anspruch genommen werden, unabhängig von der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen.
Die Entfernungspauschale für Fernpendler wird ab dem 21. Kilometer von 35Cent auf 38Cent pro Kilometer für den Zeitraum von 2022 bis 2026 unabhängig vom Fortbewegungsmittel (Auto / Bus / Bahn / Fahrrad / o.ä.) erhöht.

Arbeitnehmerpauschbetrag
Den Arbeitnehmerpauschbetrag (auch Werbungskostenpauschbetrag oder Werbungskostenpauschale) erhältst Du, wenn Du in deiner Steuererklärung keine Werbungskosten geltend machst oder wenn deine nachgewiesenen Werbungskosten niedriger als der Pauschbetrag sind.

Dieser Pauschbetrag steigt von 1.000€ auf 1.200€/Jahr.

Mehr Geld – Rente, Mindestlohn & Hartz IV

Rente
Die Renten steigen in Westdeutschland um 5,35% und in Ostdeutschland um 6,12 %.

Der Rentenwert Ost steigt auf 98,6% des aktuellen Rentenwerts West. Spätestens zum 1. Juli 2024 soll die Rentenangleichung abgeschlossen sein.

Der Nachholfaktor wird bei der Rentenanpassung wieder eingesetzt.
Denn für Neurentner wurden die Erwerbsminderungsrenten in den vergangenen Jahren durch mehrere gesetzliche Verbesserungen deutlich erhöht.
Das heißt Personen, die zum Einführungszeitpunkt bereits eine Erwerbsminderungsrente bezogen hatten, wurden nicht oder nur teilweise erfasst.
Das heißt, die unterbliebene Rentenminderung aus dem Jahr 2021 wird mit der Rentenanpassung zum 1. Juli verrechnet.

Mindestlohn
Am 23. Februar 2022 hat das Bundeskabinett beschlossen den gesetzlichen Mindestlohn zu erhöhen.
Ab dem 1. Juli steigt der Mindestlohn auf 10,45€ pro Stunde und wird zum 1. Oktober nochmals auf 12€ pro Stunde angehoben.

Hartz IV
Alle volljährige Hartz IV- / Sozialhilfe- / Grundsicherungs-Empfänger erhalten im Juli eine einmalige Bonuszahlung.
Der Zuschuss in Höhe von 200€ ergänzt den Regelsatz von 449€ und wird zusammen mit diesem ausgezahlt.
Das heißt Bezieher erhalten im Juli eine Zahlung über 649€.

EEG- Grundlage entfällt

Die EEG –Umlage, auch „Ökostromumlage“ genannt, dient sie dazu, die Förderung des Ausbaus von Solar-, Wind-, Biomasse- und Wasserkraftwerken zu finanzieren.
Verbraucher und Firmen sollen ab Juli keine EEG-Umlage mehr bezahlen – Künftig wird sie aus dem Bundeshaushalt gestämmt.
Die Stromanbieter sind künftig dazu verpflichtet, die Entlastung in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben.

„Mit dem Gesetz senken die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 von bislang 3,72 Cent pro Kilowattstunde auf null Cent pro Kilowattstunde.“

Das heißt, ein Single-Haushalt spart bei einem Jahresverbrauch von 1500 Kilowattstunden ca. 33€ (brutto).

Digitale Krankschreibung

Seit letztem Oktober senden Arztpraxen die Krankmeldung digital direkt an die Krankenkassen.
Ab dem 1. Juli müssen Arbeitnehmer ihre Krankmeldung nicht mehr selbst beim Arbeitgeber einreichen, denn die Krankmeldung werden auch an den Arbeitgeber weitergeleitet.
Patienten erhalten weiterhin eine ausgedruckte Ausfertigung zur eigenen Dokumentation.

Verträge online kündigen

Jeder, der einen Vertrag online abschließt, hat nun das Recht diese auch online zu kündigen. Somit wird der Kündigungsbutton auf der Webseite des Vertragspartners (Unternehmen) zur Pflicht.
Ist dieser Button nicht vorhanden, hat der Verbraucher die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Corona-Test kostet

Künftig müssen für Corona-Tests 3€ entrichtet werden.
Die Test sind für Schwangere und Risiko-Gruppen weiterhin kostenlos.