8. September 2022

Gesetzesänderungen & Reformen im Oktober 2022

Große Gesetzesänderungen im Oktober 2022.
Was kommt auf dich zu und was ändert sich?

Ab dem 01. Oktober 2022 treten neue Regeln für Mini- und Midijobs in Kraft.
Außerdem steigt der Mindestlohn. Im Folgenden ein Überblick über die einzelnen Regelungen:

Minijob:

Gute Nachrichten für Geringverdiener.
Zum 1.10.2022 steigt die Verdienstobergrenze für Minijobs von 450 Euro auf 520 Euro.
Ab dann gilt eine neue dynamische Geringfügigkeitsgrenze.
Nach wie vor gilt: Die Jobs sind für Arbeitnehmer in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei.

Ausnahme:
In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht
(Ohne Befreiung zahlst Du 3,6% deines Lohns an die Rentenversicherung – damit erwirbst Du einen geringen Rentenanspruch und hast Anspruch auf staatliche Zulagen für die Riester-Altersvorsorge. Bei einem vollen 520-Euro-Job fallen 18,72 Euro an).
Du kannst Dich aber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Midi-Job

Das neue Gesetz erhöht auch die Verdienstgrenze im Übergangsbereich.

Für die Verdienstgrenze wird der Mindestlohn mit 130 multipliziert, durch drei geteilt und auf volle Beträge aufgerundet.
(§ 8 SGB IV, „Gesetz zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung“).

Künftig liegt ein Midijob vor, wenn ein Arbeitnehmer regelmäßig im Monat über 520,00€ und maximal 1.600€ verdient.
Für eine geringfügige Beschäftigung ist es jedoch unschädlich, wenn die Geringfügigkeitsgrenze nur „gelegentlich und unvorhersehbar“ überschritten wird.

Das bedeutet, maximal 2 Monate im Jahr dürfen Überschritten werden.
Außerdem darf der Betrag nicht mit mehr als 520€ überschritten werden.

Alle Arbeitnehmer, die zur Änderung in einem Arbeitsverhältnis mit einem Lohn bis 520€ im Monat sind, bleiben bis zum 31. Dezember 2023 unter den alten Midijob-Bedingungen versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Mehr Geld – Mindestlohn

Am 23. Februar 2022 hat das Bundeskabinett beschlossen den gesetzlichen Mindestlohn zu erhöhen.
Ab dem 1. Juli steigt der Mindestlohn auf 10,45€ pro Stunde

Jetzt steigt der Mindestlohn nochmal – um 14,8 Prozent von 10,45 Euro auf zwölf Euro!
Hierauf haben (fast) alle Arbeitnehmer Anspruch – auch Minijobber und jobbende Rentner – Keinen Anspruch haben z.B. Auszubildende.
Viele Mini- und Midijobber bekommen nicht einmal den Mindestlohn.
Mindestlohn ist keine Verhandlungssache – Wenn Du einen Stundenlohn von weniger als 12€ bekommst, kannst Du auf eine Lohnerhöhung bestehen und diese auch gerichtlich durchsetzen.
Der Mindestlohn kann nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

Hast Du Fragen? Wir informieren Dich gerne!

8. September 2022

Gesetzesänderungen & Reformen im Oktober 2022

Große Gesetzesänderungen im Oktober 2022.
Was kommt auf dich zu und was ändert sich?

Ab dem 01. Oktober 2022 treten neue Regeln für Mini- und Midijobs in Kraft.
Außerdem steigt der Mindestlohn. Im Folgenden ein Überblick über die einzelnen Regelungen:

Minijob:

Gute Nachrichten für Geringverdiener.
Zum 1.10.2022 steigt die Verdienstobergrenze für Minijobs von 450 Euro auf 520 Euro.
Ab dann gilt eine neue dynamische Geringfügigkeitsgrenze.
Nach wie vor gilt: Die Jobs sind für Arbeitnehmer in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei.

Ausnahme:
In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht
(Ohne Befreiung zahlst Du 3,6% deines Lohns an die Rentenversicherung – damit erwirbst Du einen geringen Rentenanspruch und hast Anspruch auf staatliche Zulagen für die Riester-Altersvorsorge. Bei einem vollen 520-Euro-Job fallen 18,72 Euro an).
Du kannst Dich aber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Midi-Job

Das neue Gesetz erhöht auch die Verdienstgrenze im Übergangsbereich.

Für die Verdienstgrenze wird der Mindestlohn mit 130 multipliziert, durch drei geteilt und auf volle Beträge aufgerundet.
(§ 8 SGB IV, „Gesetz zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung“).

Künftig liegt ein Midijob vor, wenn ein Arbeitnehmer regelmäßig im Monat über 520,00€ und maximal 1.600€ verdient.
Für eine geringfügige Beschäftigung ist es jedoch unschädlich, wenn die Geringfügigkeitsgrenze nur „gelegentlich und unvorhersehbar“ überschritten wird.

Das bedeutet, maximal 2 Monate im Jahr dürfen Überschritten werden.
Außerdem darf der Betrag nicht mit mehr als 520€ überschritten werden.

Alle Arbeitnehmer, die zur Änderung in einem Arbeitsverhältnis mit einem Lohn bis 520€ im Monat sind, bleiben bis zum 31. Dezember 2023 unter den alten Midijob-Bedingungen versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Mehr Geld – Mindestlohn

Am 23. Februar 2022 hat das Bundeskabinett beschlossen den gesetzlichen Mindestlohn zu erhöhen.
Ab dem 1. Juli steigt der Mindestlohn auf 10,45€ pro Stunde

Jetzt steigt der Mindestlohn nochmal – um 14,8 Prozent von 10,45 Euro auf zwölf Euro!
Hierauf haben (fast) alle Arbeitnehmer Anspruch – auch Minijobber und jobbende Rentner – Keinen Anspruch haben z.B. Auszubildende.
Viele Mini- und Midijobber bekommen nicht einmal den Mindestlohn.
Mindestlohn ist keine Verhandlungssache – Wenn Du einen Stundenlohn von weniger als 12€ bekommst, kannst Du auf eine Lohnerhöhung bestehen und diese auch gerichtlich durchsetzen.
Der Mindestlohn kann nicht vertraglich ausgeschlossen werden.