MASSNAHMEN - ÜBERSICHT

Alle Kurse/Lehrgänge/Bildungsmaßnahmen

01

GRÜNDERPASS.ONLINE

EINZELCOACHING FÜR GRÜNDER nach § 45 (1) S. 1 Nr. 4 SGB III

„An der Maßnahme können Gründungswillige teilnehmen, die in unterschiedlichen Branchen ihre Selbständigkeit ausüben und Ihren Unternehmenserfolg steigern möchten. Bestimmte berufliche Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind für die Teilnahme nicht erforderlich.“

Ziele:

  • Aufnahme und Analyse der Ist-Situation
    • Für Gründer: Eignungsfeststellung für Existenzgründer und Unterstützung in der Orientierungsphase,
    • Für Unternehmer im Nebenerwerb: Bestandaufnahme der bisherigen nebenberuflichen Selbständigkeit und Feststellung der unternehmerischen Kompetenzen
  • Individuelle und bedarfsorientierte Begleitung und Vermittlung von fachlichen, konzeptionellen und kalkulatorischen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Gründung der selbständigen Tätigkeit.
  • Erstellung eines Businessplans: Hinführung zur Soll-Situation – Geschäfts- / oder Marketingkonzept Teil 1 sowie Kalkulation zur Geschäftsplanung Teil 2
    • Für Gründer: Unterstützung in der Planungs- und Gründungsphase
    • Für Unternehmer: Neuaufnahme einer anderen selbständigen Tätigkeit

Inhalt:

Die Inhalte sind in verschiedenen Bereiche aufgeteilt. Die Inhalte werden in Abstimmung mit dem Teilnehmer je nach Relevanz in der Zielvereinbarung festgelegt und können somit variieren. Dies bedeutet, sollten vorwiegend Defizite bei der Erstellung eines Businessplans oder zu einem speziellen fachlichen Thema liegen, werden diese mit einem UE-Anteil, bspw. bis zu 60 UE absolviert.

  • Prüfung des Vorhabens oder des bestehenden Unternehmens im Nebenerwerb
  • Positionierung und Kompetenzen
  • Expertenaustausch sowie intensive und individuelle Klärung von gründungsrelevanten Themen
    • Nutzung digitaler Medien – Social Media
    • Recht / Datenschutz
    • Formalitäten
    • Steuern / Buchführung inkl. BWA/ EKS
    • Förderprogramme, Insolvenzen/Altlasten

Es erfolgt aufbauend auf den Ergebnissen der Sektion 1 eine individuelle und bedarfsorientierte Vermittlung von fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Gründung der selbständigen Tätigkeit.

Zusätzlich wird die EKS (Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder land- und Forstwirtschaft) nach dem vorgegebenen Muster unter Berücksichtigung der ALG II-Verordnung gemeinsam mit dem Teilnehmer zur Vorbereitung für die zukünftige Selbständigkeit erstellt. Die Teilnehmenden sollen zukünftig in der Lage sein die EKS eigenständig entsprechend der Vorgaben der ALG II-Verordnung auszufüllen. Des Weiteren erfolgt auch eine Beratung zu weitergehenden Förder- und Beratungsangeboten und der „De-minimis“-Verordnung.

  • Feststellung des Soll-Zustands
  • Definition von Zielen und Strategieplanung
  • Unterstützung bei der Optimierung oder Erstellung des Businessplanes
  • Planung von Unternehmensaktivitäten, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen
  • Unterstützung hinsichtlich der Implementierung von Organisationsstrukturen

Im Hinblick die Ersteinschätzung einer positiven Prognose des Gründungsvorhabens oder einer positiv prognostizierten Fortsetzung der nebenberuflichen Selbständigkeit erfolgt auf Basis der Ist- und Bestandssituation bei Bedarf die gemeinsame Erstellung eines Businessplan/ Geschäftsplan, welches die Soll-Situation abbildet. Die Selbsteinschätzung der/des Selbständigen soll zudem objektiviert werden. Der Geschäftsplan bei Fortsetzung oder Ausbau einer Selbständigkeit im Nebenerwerb enthält im Wesentlichen die Neuorientierung der Unternehmertätigkeit mit Ableitung von Maßnahmen.

Zeigt sich, dass die/der Selbständige am Markt nicht bestehen kann, dient diese Sektion auch dazu, sie/ihn vor Schaden zu bewahren und Hilfestellungen zu geben, um von einer Selbständigkeit abzuraten.

  • Begleitende Hilfe bei der Abwicklung rechtlicher Verpflichtungen, die sich aus der bislang ausgeübten selbständigen Tätigkeit im Nebenerwerb ergeben
  • Unterstützung bei der Veräußerung von Vermögenswerten und Warenbeständen
  • Information zu Beratungsstellen für die sich aus der Selbständigkeit ergebenden Problemlagen sowie ggf. Steigerung der Motivation zur Nutzung der Hilfsangebote
  • Prüfung, ob eine weitere nebenberufliche Ausübung der Selbständigkeit ergänzend zu einer zukünftigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung möglich und sinnvoll ist
  • Überlegungen, welche Erfahrungen aus der Selbständigkeit für eine Arbeitsuche auf dem Arbeitsmarkt bedeutsam sein könnten

Es erfolgt aufbauend auf den Ergebnissen der Sektion 3 die kalkulatorische Basis zur Gründung. Sollten bereits umfangreiche Fachkenntnisse des Teilnehmers und ein fundierter Business-/Geschäftsplan vorliegen, kann dieses Sektion auch einzeln in Anspruch genommen werden.

  • Unterstützung und Erstellung bei den Kalkulationen
  • Ermittlung des Kapitalbedarfs (Planung der Investitionen, Lebenshaltungskosten, etc.)
  • Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsplanung
  • Preiskalkulation und Erstellung bei den Kalkulationen

Die Sektion 5 ist für die Teilnehmenden mit weiterer Unterstützung innerhalb der Gründungsphase vorgesehen. Diese bestehen ggf. vor besonderen Schwierigkeiten.

  • Begleitung entsprechend der definierten Ziele und Strategien
  • Austausch in der Gründungsphase – Herausforderungen meistern
  • Reflektion und Evaluierung des bisher Erreichten
  • Ausblick auf nächste Meilensteine

Es beinhaltet ein individuelles Coaching zu allen weiterführenden Fragen hinsichtlich einer wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Unternehmensgründung. Bedrohungen, welche der Unternehmensgründung entgegenstehen werden thematisiert und bedarfsorientiert abgewandt. Der Teilnehmer wird aktiv bei der Umsetzung des geplanten Gründungsvorhabens unterstützt.

02

eTALENT

EINZELCOACHING ZUR FÜR DIE DIGITALE ARBEITSWELT UND PERSPEKTIVENENTWICKLUNG nach § 45 (1) S. 1 Nr. 1 SGB III

„Wir coachen für die aktuellen Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt“

Phase 1: Ideencheck
Feststellung der Kompetenzen

Wir bieten optimale Unterstützung bei der Feststellung von zumeist sehr individuellen und für die Betroffenen belastenden multiplen Vermittlungshemmnissen.
Ziel des Coachingprozesses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, sich konstruktiv mit ihrer persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lage auseinanderzusetzen.
Im Vordergrund steht demnach die Feststellung vorhandener berufsfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Dieser intensive Entwicklungsprozess beinhaltet neben der Bestandsaufnahme der persönlichen Stärken und individuellen Talente auch die offene Auseinandersetzung mit Risiken, wie z.B. Überschuldung, mangelnde berufliche Qualifikation oder familiäre Belastungen.
Die Begleitung durch einen erfahrenden Coach gibt den Menschen die Möglichkeit, Kompetenzen und Selbstbewusstsein aufzubauen und so wieder den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.
ORANGEWERK-Profilings von Teilnehmern
Ziele des Profilings (Beispiele):
• Den Teilnehmer im Hinblick auf seine Emotionalität zu stabilisieren
• Sensibilisierung für die aktuelle Arbeitsmarktsituation und die Notwendigkeit des Eigenmarketings

Inhalt (allgemein):
Ausgangsbasis für ein erfolgreiches Coaching ist das Profiling.
Nur die Kenntnis des eigenen Profils bringt Wettbewerbsvorteile und hilft, die individuelle Leistung erfolgreich zu vermarkten. Die Voraussetzung für ein strategisches Eigenmarketing liegt daher eindeutig im sogenannten „Profiling“. Darunter fallen die Kenntnis und Anwendung der eigenen Kompetenzen und Qualifikationen. Darüber hinaus zeigt das berufliche Profiling, ob es vielleicht noch alternative Perspektiven und andere passende Berufsbilder gibt. Die strategische Berufswegeplanung hilft außerdem dabei, die operativen Schritte auf Basis des Profiling gezielt zu definieren. Bei noch fehlenden Qualifikationen lässt sich zusätzlicher Bedarf feststellen und wer eine Vermittlung in Anspruch nimmt, kann gezielt und passgenau zum neuen Job kommen.
Eine der wesentlichen Aufgaben des Coaches beim Profiling besteht darin, den Teilnehmer bei der Beantwortung von Fragestellungen zu unterstützen. Ziel ist es, ihn durch den bedarfsgerechten Einsatz von Methoden und Techniken zur Selbsterkenntnis und damit zu
einem konkreteren Wissen über seine Qualifikationen und Kompetenzen zu führen.
Eine differenzierte Analyse der beruflichen und persönlichen Situation ist Voraussetzung für ein aussagekräftiges Bewerberprofil. Dabei wird das persönliche und familiäre Umfeld einbezogen, ein detailliertes Kompetenzinventar erstellt und ein konstruktiver Umgang mit der aktuellen Situation wirksam gefördert. Das ist die Basis für die Integration auf dem Arbeitsmarkt bzw. die Erzielung von Integrationsschritten.
Ziel der Eingangsanalyse ist es, beruflich relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, sowie die Motivation des Teilnehmers zu erfassen. Ausgehend von Beobachtungen und Analysetools, wie bspw. das Profiling-Gespräch und/oder eine Chancen-Defizit-Analyse, soll ein umfassendes Bild über die Potenziale und Eingliederungshemmnisse sowie die individuelle
Belastbarkeit der Teilnehmer gewonnen werden.
• Prüfung der Ideen und berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen und
insbesondere der digitalen Fitness für die Arbeit von Morgen
• Persönlichkeitsanalyse: Persönliche Stärken und Schwächen
• Kompetenzanalyse: Analyse der Fachkompetenzen und Erfolge im
Hinblick auf die bisherige Berufstätigkeit oder Selbständigkeit
• Entwicklung von Ideen, Visionen und Zielen inkl. Meilensteine /
Perspektivenwechsel
Wir geben Orientierung zu einer nachhaltigen Tätigkeitsentscheidung durch Sensibilisierung für individuelle Verhaltensweisen in schwierigen Situationen. Zur Förderung des Veränderungswillens aus der Krise heraus entwickeln wir gemeinsam Krisen- und
Interventionsstrategien zur Prävention und Resilienz Stärkung.
Ziel ist es, den Teilnehmer zu befähigen, seine persönlichen Voraussetzungen (Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit) ins Verhältnis zu den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt
zu setzen. Dadurch ist dieser in der Lage, sich realistisch und Schritt für Schritt auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten.
Aufgrund der Ergebnisse und des Abgleichs wird ein konkreter Handlungsplan mit dem Teilnehmer erarbeitet und in der nächsten Phase die Meilensteine auf dem Weg zurück in den
Arbeitsmarkt definiert.

Phase 2: Digitales Mindset
Aufbau der Kompetenzen für die Arbeit von Morgen

Kernpunkte dieser Phase sind die Entwicklung und Förderung von berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen. Im Fokus steht hier insbesondere die Vorbereitung auf die wachsenden Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt.

Dies können folgende Themenstellungen sein:
• Persönliche Kompetenzen (z. B. Motivation & Leistungsfähigkeit im
Homeoffice, aber auch Selbstbild und Selbsteinschätzung), oder
• Soziale Kompetenzen im Bereich digitaler Medien (z. B. digitale
Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit)
oder
• Methodische Kompetenzen (z. B. Problemlösung,
Arbeitsorganisation, Lerntechniken, Einordnung und Bewertung von
Wissen, Übungen zum virtuellen Arbeiten) oder
• Digitale Arbeits- und Lernkompetenzen für die aktive Teilnahme an
der Gesellschaft. Diese führen zu einem sicheren und kritischen
Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für die
Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in
allen Lebensbereichen notwendig ist oder
• Lebenspraktische Fertigkeiten (z. B. Vereinbarkeit von Familie und
Beruf/Erscheinungsbild bei einer virtuellen Konferenz/Umgang mit
Behörden hinsichtlich der digitalen Verwaltung, Umgang mit Geld /
Onlinebanking, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel/ Einführung in E-Tickets, Einkauf/ Online-Shopping,
Selbstversorgung, Homeoffice-Optionen)

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Herbeiführung einer Bewusstseinsänderung bei den Teilnehmern hinsichtlich Ihrer langfristigen beruflichen Perspektiven mit Fokus auf die Arbeit von Morgen. Dabei sollen diesbezüglich relevante Ansichten und verfestigte Verhaltensmuster aufgebrochen werden, welche eine nachhaltige Integration der Teilnehmer bisher verhinderten.
Präventionsarbeit ist Teil des Coachings zur Vorbereitung in die digitale Arbeitswelt (Aufzeigen von Möglichkeiten zur Erhöhung der Einnahmen/Verringerung der Ausgaben (Haushalts- und Budgetberatung) und Umgang mit knappen Ressourcen (Haushaltsplanung, Versicherungen, Kontoführung, Handyvertrag, Sparpotentiale) / Beitrag zur Schuldenprävention leisten und ggf.
Informationen über regionale Beratungseinrichtungen.
Eine Schuldnerberatung i. S. d. § 16 a SGB II wird nicht durchgeführt, sondern ggf. an regionale Beratungseinrichtungen verwiesen.

Phase 3: Digitales Skillset
Positionierung und Umsetzung auf dem Markt

• Dein Alleinstellungsmerkmal – Schärfung des eigenen Berufsbildes inkl. Strategie durch bspw. Bearbeitung und Vertiefung von Business Model Canvas und Ausarbeitung des eigenen USPs mit Stories oder
• Die digitale Bewerbungsmappe – Formulierung und Gestaltung/Aktualisierung von zeitgemäßen Bewerbungsunterlagen oder
Bewerbungswebsite/ Bewerbungsvideo / Imagevideo oder
• Dein digitales Toolset – Positionierung und Hilfestellung bei der
Umsetzung mithilfe von Tools und Methoden, bspw. Profilanlage und
Jobsuche mithilfe von Social-Media-Kanälen. Formen von Bewerbungen (Online, E-Mail, Initiativbewerbungen, Bewerberportale, Jobbörse, etc.)
• Das virtuelle Gespräch – Digitales Verhandlungstraining
(Argumentationstechniken, Fragestellungen an den Arbeitgeber, Vor- und Nachbereitung von Vorstellungsgesprächen – Umgang mit Absagen, Gehaltsvorstellungen / Arbeitsvertrag) sowie notwendige Vermittlung von ITKompetenzen für das Bewerbungsverfahren in Form von digitalen Assessmentcentern, Rhetorik, Körpersprache und Umgangsformen im virtuellen Bewerbungsgespräch

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Heranführung an den Arbeitsmarkt und Hilfestellung zur Umsetzung mithilfe der Erstellung einer digitalen Bewerbermappe, der Selbstvermarktung auf den Social-Media-Kanälen, aber auch das digitale Verhandlungstraining inkl. Vorbereitung auf moderne Assessment Center-Tools.

Die Dokumentationen zu den Teilnehmern werden seitens der Coaches zu den jeweiligen Terminen nachvollziehbar im betriebsinternen System erfasst.

03

UPGRADE.ME

EINZELCOACHING ZUR PERSPEKTIVENENTWICKLUNG
nach § 45 (1) S. 1 Nr. 1 SGB III

„Das Einzelcoaching ist ideal für Personen, die eine Perspektive finden möchten und Kompetenzen für die Arbeit von Morgen weiterentwickeln wollen..“

Individuelles Coaching zur Perspektivenentwicklung  (30 UE)

Wir bieten optimale Unterstützung bei der Feststellung von zumeist sehr individuellen und für die Betroffenen belastenden multiplen Vermittlungshemmnissen.

Ziel des Coachingprozesses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, sich konstruktiv mit ihrer persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lage auseinanderzusetzen.  Im Vordergrund steht demnach die Feststellung vorhandener berufsfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Dieser intensive Entwicklungsprozess beinhaltet neben der Bestandsaufnahme der persönlichen Stärken und individuellen Talente auch die offene Auseinandersetzung mit Risiken, wie z.B. Überschuldung, mangelnde berufliche Qualifikation oder familiäre Belastungen.

Die Begleitung durch einen erfahrenden Coach gibt den Menschen die Möglichkeit, Kompetenzen und Selbstbewusstsein aufzubauen und so wieder den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Wir verstehen unser Coaching als Entwicklungsprozess der in der Regel verschiedene Phasen durchläuft.

 

PHASE 1   Wo stehe ich? Wohin geht mein Weg? (11 UE)

Bestandsaufnahme | Zieledefinition | Strategieentwicklung

Ziel der Eingangsanalyse ist es, beruflich relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sowie die Motivation des Teilnehmers zu erfassen. Ausgehend von Beobachtungen und Analysetools, wie bspw. das Profiling-Gespräch und/oder eine Chancen-Defizit-Analyse, soll ein umfassendes Bild über die Potenziale und Eingliederungshemmnisse sowie die individuelle Belastbarkeit der Teilnehmer gewonnen werden.

  • Erkennen von individuellen von Belastungs- und Beanspruchungsrisiken im Lebens- und Arbeitsalltag, aufgrund veränderter gesellschaftlicher Wertesysteme und Unternehmenskultur
  • Prüfung berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen und insbesondere der digitalen Fitness für die Arbeit von Morgen

Wir geben Orientierung zu einer nachhaltigen Tätigkeitsentscheidung durch Sensibilisierung für individuelle Verhaltensweisen in schwierigen Situationen. Zur Förderung des Veränderungswillens aus der Krise heraus entwickeln wir gemeinsam Krisen- und Interventionsstrategien zur Prävention und Resilienz Stärkung.

Ziel ist es, den Teilnehmer zu befähigen, seine persönlichen Voraussetzungen (Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit) ins Verhältnis zu den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt zu setzen. Dadurch ist dieser in der Lage, sich realistisch und Schritt für Schritt auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten. Aufgrund der Ergebnisse und des Abgleichs wird ein konkreter Handlungsplan mit dem Teilnehmer erarbeitet und in der nächsten Phase die Meilensteine auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt definiert.

 

PHASE 2   Was brauche ich dazu? (19 UE)

Handlungsschritte für die festgelegten Ziele und Strategien

Kernpunkte dieser Phase sind die Entwicklung und Förderung von berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen.  Neben den persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen können hier auch zur Vorbereitung auf die wachsenden Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt folgende Themenstellungen gehören:

  • Planung der Handlungsschritte zum Kompetenzausbau
  • Persönliche Kompetenzen (z. B. Motivation & Leistungsfähigkeit im Homeoffice, aber auch Selbstbild und Selbsteinschätzung) oder
  • Soziale Kompetenzen im Bereich digitaler Medien (z. B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit) oder
  • Methodische Kompetenzen (z. B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lerntechniken, Einordnung und Bewertung von Wissen) oder
  • Digitale Arbeits- und Lernkompetenzen für die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Diese führen zu einem sicheren und kritischen Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für die Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in allen Lebensbereichen notwendig ist oder
  • Lebenspraktische Fertigkeiten (z. B. Umgang mit Behörden hinsichtlich der digitalen Verwaltung, Umgang mit Geld / Onlinebanking, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel/ Einführung in E-Tickets, Einkauf/ Online-Shopping, Selbstversorgung, Erscheinungsbild, Vereinbarkeit von Familie und Beruf/ Homeoffice-Optionen) oder
  • Beitrag zur Schuldenprävention leisten und ggf. Informationen über regionale Beratungseinrichtungen. Eine Schuldnerberatung i. S. d. § 16 a SGB II wird nicht durchgeführt, sondern ggf. an regionale Beratungseinrichtungen verwiesen.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zur Erhöhung der Einnahmen/Verringerung der Ausgaben (Haushalts- und Budgetberatung) und Umgang mit knappen Ressourcen (Haushaltsplanung, Versicherungen, Kontoführung, Handyvertrag, Sparpotentiale)
  • Schärfung des eigenen Berufsbildes durch bspw. Bearbeitung und Vertiefung von Business Model Canvas und Ausarbeitung des eigenen USPs mit Stories
  • Positionierung und Hilfestellung bei der Umsetzung mithilfe von Tools und Methoden, bspw. Profilanlage und Jobsuche mithilfe von Social-Media-Kanälen.

Der Teilnehmer  erhält am Ende des Coachings einen Handlungs- und Strategieplan, der als Grundlage dienen kann, gemeinsam mit dem zuständigen Vermittler die notwendigen Schritte zur Minderung bzw. Beseitigung der Vermittlungshemmnisse abzustimmen.

Der Handlungs- und Strategieplan kann zum Beispiel Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, Prüfung der Erwerbsminderung, Bewerbungs- oder Gründercoaching, Initiierung von Kinderbetreuungs- oder Therapiemöglichkeiten , Sprachkurse usw. beinhalten.

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Herbeiführung einer Bewusstseinsänderung bei den Teilnehmern hinsichtlich Ihrer langfristigen beruflichen Perspektiven. Dabei sollen diesbezüglich relevante Ansichten und verfestigte Verhaltensmuster aufgebrochen werden, welche eine nachhaltige Integration der Teilnehmer bisher verhinderten.

Die Dokumentationen zu den Teilnehmern werden seitens der Coaches zu den jeweiligen Terminen nachvollziehbar im betriebsinternen System erfasst.

04

KURSWECHSEL.ONLINE

INDIVIDUELLES BEWERBUNGSCOACHING nach § 45 (1) S. 1 Nr. 1 SGB III

„Das individuelle Bewerbungscoaching ist ideal für Personen, die einen Arbeitsplatz suchen, arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und die mit einer überzeugenden Bewerbungsstrategie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern wollen..“

Ziele:

  • Analyse der Persönlichkeit und Kompetenzen / Ermittlung von Hemmnissen
  • Findung von Perspektiven bzw. Alternativen
  • Entwicklung einer individuellen Strategie im Bewerbungsverfahren
  • Einführung in den Bewerbungsprozess
  • Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Intensive Förderung der Bewerbungsaktivitäten
  • Erhöhung der Chancen zur Integration im Bewerbungsprozess
  • Stärkung des Selbstbewusstseins / Aufzeigen vom realistischen Marktwert

 

Inhalt:

Die Inhalte sind in verschiedenen Bereiche aufgeteilt. Die Inhalte werden in Abstimmung mit dem Teilnehmer je nach Relevanz in der Zielvereinbarung festgelegt und können somit variieren. Dies bedeutet, sollten vorwiegend Defizite bei der Vor- und Nachbereitung der Vorstellungsgespräche oder zu einem speziellen fachlichen Thema liegen, werden diese mit einem UE-Anteil, bspw. bis zu 10 UE absolviert.

 

  • Perspektivenfindung/Berufs- und Arbeitsmarktorientierung
  • Persönlichkeitsanalyse: Persönliche Stärken und Schwächen
  • Kompetenzanalyse: Analyse der Fachkompetenzen und Erfolge im Hinblick auf die bisherige Berufstätigkeit oder Selbständigkeit
  • Entwicklung von Visionen und Zielen / Perspektivenwechsel
  • Strategie des Bewerbungsverfahrens
  • Formulierung und Gestaltung/Aktualisierung von zeitgemäßen Bewerbungsunterlagen oder Bewerbungswebsite
  • Formen von Bewerbungen (Online,
    E-Mail, Initiativbewerbungen, Bewerberportale, Jobbörse, etc. )
  • Notwendige Vermittlung von IT- Kompetenzen für das Bewerbungsverfahren
  • Stellenrecherche
  • Berücksichtigung von Besonderheiten, z. B. häufiger Stellenwechsel, lange Familienpausen
  • Rhetorik, Körpersprache und Umgangsformen im Bewerbungsgespräch
  • Training (telefonisch/persönlich) Vorstellungsgespräch
  • Argumentationstechniken, Fragestellungen an den Arbeitgeber
  • Vor- und Nachbereitung von Vorstellungsgesprächen – Umgang mit Absagen

Gehaltsvorstellungen / Arbeitsvertrag

05

BUSINESS.UPGRADE

Dieses Angebot richtet sich an hauptberuflich Selbständige, die trotz ihrer Erwerbstätigkeit leistungsberechtigt im Sinne des SGB II sind.

„Ziel ist es, im ersten Schritt das bestehende Geschäftsmodell auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Daten dieser Prüfung dienen dann als Grundlage für eine Handlungsempfehlung an den Teilnehmer. Wenn das bestehende Unternehmen Entwicklungspotenzial hat, kann über ein begleitendes Coaching und Kenntnisvermittlung das Unternehmen zukunftsfähig gemacht werden. Genauso kann aber auch Ergebnis der Bestandsaufnahme sein, dass eine Aufgabe der Selbständigkeit sinnvoll ist, steht die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit im Mittelpunkt der Unterstützung..“

MODUL 1 | UNTERNEHMER-CHECK (5 bis 30 Std – max. 8 Wochen)
Bestandsaufnahme zu
• persönlichen Voraussetzungen (Werdegang, fachliche und unternehmerische Qualifikationen), persönliche Eignung (Stärken identifizieren, diese konkretisieren und weitere Potentiale feststellen), Mobilität,
• unternehmerischer Situation durch vor-Ort-Besuche (Analyse vorhandener Geschäftsausstattung und
Geschäftsräume, Produktvermarktung – Präsentation und Marketing, vorhandene Produkt- und/oder
Dienstleistungsangebote, Kundenstamm, Gewinnung von Neukunden, generelle Marktanalyse, u.ä.)
• betriebswirtschaftliche Situation (Umsatz und Ertrag, wirtschaftliche Kennziffern, Rechtsform, Personal/Organisation, zeitlicher Einsatz, Kundinnen und Kunden /Einzugsbereich, Besonderheiten des Unternehmens, Struktur, Wettbewerbssituation, Marketingstrategie, Investitions- und Rentabilitätsentwicklung, Liquiditätsplanung)
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.).

Das Modul 1 endet spätestens acht Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche
Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären.

MODUL 2 | UNTERNEHMES-OPTIMIERUNG5 (5 bis 30 Std – max. 16 Wochen)

Bedarfsorientierte Beratung und Vermittlung von Kenntnissen/Fertigkeiten
• Bedarfsorientierte Beratung
• Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten soweit sie zum Erhalt oder zur Festigung der selbständigen
Tätigkeit erforderlich sind. Hierzu zählen insbesondere:
a) persönliche Aspekte (die für den Umgang mit den Kunden/ Lieferanten/ sonstigen Geschäftspartnern entscheidend sind)
– Dienstleistungsorientierte Kompetenz
– personale Kompetenzen
– kommunikative Kompetenzen
– Ansprache der Kunden
– Führungskompetenz
– Umsetzungskompetenz
– mentale Kompetenz
b) Aspekte der Unternehmensführung
– Buchführung und Steuern
– Versicherung
– Marketing/ Marktauftritt
– Finanzierung
– Akquise von Kunden bzw. Aufträgen
– Büroorganisation
– Marktanalysen
– Kalkulation
– Forderungsmanagement
c) alternative Handlungsansätze
– Begleitung bei der Umsetzung von in a) und b) vermittelten Kenntnissen und Fertigkeiten
– Erarbeitung von Optimierungsvorschlägen zum Marketing, zur Präsentation des Unternehmens, Kundenakquise
u. ä.
– Konzentration auf Kerngeschäft bzw. Suche nach unternehmerischen Alternativen (z.B. Erweiterung/ Reduzierung des Produktsortiments/ des Kundenstammes)
Die Vermittlung berufsfachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten ist ausgeschlossen.
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.)
Das Modul 2 endet spätestens 16 Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären.
Die Bildung von Kleingruppen (max. 5 Teilnehmer) bei homogenem Schulungsbedarf ist zugelassen. Ein Teilnehmer kann jeweils maximal 10 Stunden an Unterricht in einer Kleingruppe
teilnehmen.
Die Bildung von Kleingruppen ist in der Regel auch möglich zur Themenstellung für Selbständige deren
Selbständigkeit nur dem Grunde nach absolut wirtschaftlich erscheint, aber die Personen weitere kleinere Schritte
lernen müssen um wirklich selbständig zu sein.

MODUL 3 | NEUAUSRICHTUNG oder AUFGABE DER SELSBTÄNDIGKEIT (5 bis 30 Std – max. 8
Wochen)

Zeigt sich, dass der Selbständige mit seiner Geschäftsidee am Markt nur unter anderen Voraussetzungen
betriebswirtschaftlich und tragfähig bestehen kann bzw. nicht bestehen kann, dient das Modul „Neuausrichtung
der Selbständigkeit / Aufgabe der Selbstständigkeit durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen
Tätigkeit“ dazu, ihn vor Schaden zu bewahren und ihm Hilfestellungen zu geben, die hauptberufliche
Selbständigkeit neu auszurichten bzw. geordnet aufzugeben, um anschließende sozialversicherungspflichtige
Arbeit aufnehmen zu können.
• Ausweitung und/ oder Verlagerung und/ oder (Teil)-aufgabe von Geschäftsfeldern, Entwicklung alternativer Geschäftsansätze
• Begleitende Hilfe bei der Erledigung rechtlicher Verpflichtungen, die sich aus der bislang ausgeübten
selbständigen Tätigkeit ergeben haben
• Unterstützung bei der Veräußerung von Vermögenswerten bzw. Abverkauf vorhandener Warenbestände
• Information zu Beratungsstellen, Steigerung der Motivation zur Nutzung von Hilfeeinrichtungen und Vorteilsübersetzung der Nutzung der Hilfeeinrichtungen
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.)
Das Modul 3 endet spätestens 8 Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche
Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären
ERGEBNIS für Abschlussbericht:
Individueller Bericht über die unternommenen Aktivitäten entweder zur Neuausrichtung der Selbständigkeit oder
bei Aufgabe der Selbständigkeit zur Berufsorientierung und Arbeitsplatzsuche. Die erforderlichen Schritte zur notwendigen Nachhaltung seitens des Bedarfsträgers zum Modulende sind aufzuführen.

MASSNAHMEN - ÜBERSICHT

01

GRÜNDERPASS.ONLINE

EINZELCOACHING FÜR GRÜNDER nach § 45 (1) S. 1 Nr. 4 SGB III

„An der Maßnahme können Gründungswillige teilnehmen, die in unterschiedlichen Branchen ihre Selbständigkeit ausüben und Ihren Unternehmenserfolg steigern möchten. Bestimmte berufliche Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind für die Teilnahme nicht erforderlich.“

Ziele:

  • Aufnahme und Analyse der Ist-Situation
    • Für Gründer: Eignungsfeststellung für Existenzgründer und Unterstützung in der Orientierungsphase,
    • Für Unternehmer im Nebenerwerb: Bestandaufnahme der bisherigen nebenberuflichen Selbständigkeit und Feststellung der unternehmerischen Kompetenzen
  • Individuelle und bedarfsorientierte Begleitung und Vermittlung von fachlichen, konzeptionellen und kalkulatorischen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Gründung der selbständigen Tätigkeit.
  • Erstellung eines Businessplans: Hinführung zur Soll-Situation – Geschäfts- / oder Marketingkonzept Teil 1 sowie Kalkulation zur Geschäftsplanung Teil 2
    • Für Gründer: Unterstützung in der Planungs- und Gründungsphase
    • Für Unternehmer: Neuaufnahme einer anderen selbständigen Tätigkeit

Inhalt:

Die Inhalte sind in verschiedenen Bereiche aufgeteilt. Die Inhalte werden in Abstimmung mit dem Teilnehmer je nach Relevanz in der Zielvereinbarung festgelegt und können somit variieren. Dies bedeutet, sollten vorwiegend Defizite bei der Erstellung eines Businessplans oder zu einem speziellen fachlichen Thema liegen, werden diese mit einem UE-Anteil, bspw. bis zu 60 UE absolviert.

  • Prüfung des Vorhabens oder des bestehenden Unternehmens im Nebenerwerb
  • Positionierung und Kompetenzen
  • Expertenaustausch sowie intensive und individuelle Klärung von gründungsrelevanten Themen
    • Nutzung digitaler Medien – Social Media
    • Recht / Datenschutz
    • Formalitäten
    • Steuern / Buchführung inkl. BWA/ EKS
    • Förderprogramme, Insolvenzen/Altlasten

Es erfolgt aufbauend auf den Ergebnissen der Sektion 1 eine individuelle und bedarfsorientierte Vermittlung von fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Gründung der selbständigen Tätigkeit.

Zusätzlich wird die EKS (Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder land- und Forstwirtschaft) nach dem vorgegebenen Muster unter Berücksichtigung der ALG II-Verordnung gemeinsam mit dem Teilnehmer zur Vorbereitung für die zukünftige Selbständigkeit erstellt. Die Teilnehmenden sollen zukünftig in der Lage sein die EKS eigenständig entsprechend der Vorgaben der ALG II-Verordnung auszufüllen. Des Weiteren erfolgt auch eine Beratung zu weitergehenden Förder- und Beratungsangeboten und der „De-minimis“-Verordnung.

  • Feststellung des Soll-Zustands
  • Definition von Zielen und Strategieplanung
  • Unterstützung bei der Optimierung oder Erstellung des Businessplanes
  • Planung von Unternehmensaktivitäten, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen
  • Unterstützung hinsichtlich der Implementierung von Organisationsstrukturen

Im Hinblick die Ersteinschätzung einer positiven Prognose des Gründungsvorhabens oder einer positiv prognostizierten Fortsetzung der nebenberuflichen Selbständigkeit erfolgt auf Basis der Ist- und Bestandssituation bei Bedarf die gemeinsame Erstellung eines Businessplan/ Geschäftsplan, welches die Soll-Situation abbildet. Die Selbsteinschätzung der/des Selbständigen soll zudem objektiviert werden. Der Geschäftsplan bei Fortsetzung oder Ausbau einer Selbständigkeit im Nebenerwerb enthält im Wesentlichen die Neuorientierung der Unternehmertätigkeit mit Ableitung von Maßnahmen.

Zeigt sich, dass die/der Selbständige am Markt nicht bestehen kann, dient diese Sektion auch dazu, sie/ihn vor Schaden zu bewahren und Hilfestellungen zu geben, um von einer Selbständigkeit abzuraten.

  • Begleitende Hilfe bei der Abwicklung rechtlicher Verpflichtungen, die sich aus der bislang ausgeübten selbständigen Tätigkeit im Nebenerwerb ergeben
  • Unterstützung bei der Veräußerung von Vermögenswerten und Warenbeständen
  • Information zu Beratungsstellen für die sich aus der Selbständigkeit ergebenden Problemlagen sowie ggf. Steigerung der Motivation zur Nutzung der Hilfsangebote
  • Prüfung, ob eine weitere nebenberufliche Ausübung der Selbständigkeit ergänzend zu einer zukünftigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung möglich und sinnvoll ist
  • Überlegungen, welche Erfahrungen aus der Selbständigkeit für eine Arbeitsuche auf dem Arbeitsmarkt bedeutsam sein könnten

Es erfolgt aufbauend auf den Ergebnissen der Sektion 3 die kalkulatorische Basis zur Gründung. Sollten bereits umfangreiche Fachkenntnisse des Teilnehmers und ein fundierter Business-/Geschäftsplan vorliegen, kann dieses Sektion auch einzeln in Anspruch genommen werden.

  • Unterstützung und Erstellung bei den Kalkulationen
  • Ermittlung des Kapitalbedarfs (Planung der Investitionen, Lebenshaltungskosten, etc.)
  • Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsplanung
  • Preiskalkulation und Erstellung bei den Kalkulationen

Die Sektion 5 ist für die Teilnehmenden mit weiterer Unterstützung innerhalb der Gründungsphase vorgesehen. Diese bestehen ggf. vor besonderen Schwierigkeiten.

  • Begleitung entsprechend der definierten Ziele und Strategien
  • Austausch in der Gründungsphase – Herausforderungen meistern
  • Reflektion und Evaluierung des bisher Erreichten
  • Ausblick auf nächste Meilensteine

Es beinhaltet ein individuelles Coaching zu allen weiterführenden Fragen hinsichtlich einer wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Unternehmensgründung. Bedrohungen, welche der Unternehmensgründung entgegenstehen werden thematisiert und bedarfsorientiert abgewandt. Der Teilnehmer wird aktiv bei der Umsetzung des geplanten Gründungsvorhabens unterstützt.

02

KURSWECHSEL.ONLINE

INDIVIDUELLES BEWERBUNGSCOACHING nach § 45 (1) S. 1 Nr. 1 SGB III

„Das individuelle Bewerbungscoaching ist ideal für Personen, die einen Arbeitsplatz suchen, arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und die mit einer überzeugenden Bewerbungsstrategie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern wollen..“

Ziele:

  • Analyse der Persönlichkeit und Kompetenzen / Ermittlung von Hemmnissen
  • Findung von Perspektiven bzw. Alternativen
  • Entwicklung einer individuellen Strategie im Bewerbungsverfahren
  • Einführung in den Bewerbungsprozess
  • Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Intensive Förderung der Bewerbungsaktivitäten
  • Erhöhung der Chancen zur Integration im Bewerbungsprozess
  • Stärkung des Selbstbewusstseins / Aufzeigen vom realistischen Marktwert

 

Inhalt:

Die Inhalte sind in verschiedenen Bereiche aufgeteilt. Die Inhalte werden in Abstimmung mit dem Teilnehmer je nach Relevanz in der Zielvereinbarung festgelegt und können somit variieren. Dies bedeutet, sollten vorwiegend Defizite bei der Vor- und Nachbereitung der Vorstellungsgespräche oder zu einem speziellen fachlichen Thema liegen, werden diese mit einem UE-Anteil, bspw. bis zu 10 UE absolviert.

 

  • Perspektivenfindung/Berufs- und Arbeitsmarktorientierung
  • Persönlichkeitsanalyse: Persönliche Stärken und Schwächen
  • Kompetenzanalyse: Analyse der Fachkompetenzen und Erfolge im Hinblick auf die bisherige Berufstätigkeit oder Selbständigkeit
  • Entwicklung von Visionen und Zielen / Perspektivenwechsel
  • Strategie des Bewerbungsverfahrens
  • Formulierung und Gestaltung/Aktualisierung von zeitgemäßen Bewerbungsunterlagen oder Bewerbungswebsite
  • Formen von Bewerbungen (Online,
    E-Mail, Initiativbewerbungen, Bewerberportale, Jobbörse, etc. )
  • Notwendige Vermittlung von IT- Kompetenzen für das Bewerbungsverfahren
  • Stellenrecherche
  • Berücksichtigung von Besonderheiten, z. B. häufiger Stellenwechsel, lange Familienpausen
  • Rhetorik, Körpersprache und Umgangsformen im Bewerbungsgespräch
  • Training (telefonisch/persönlich) Vorstellungsgespräch
  • Argumentationstechniken, Fragestellungen an den Arbeitgeber
  • Vor- und Nachbereitung von Vorstellungsgesprächen – Umgang mit Absagen

Gehaltsvorstellungen / Arbeitsvertrag

03

UPGRADE.ME

EINZELCOACHING ZUR PERSPEKTIVENENTWICKKLUNG nach § 45 (1) S. 1 Nr. 4 SGB III

„Das Einzelcoaching ist ideal für Personen, die eine Perspektive finden möchten und Kompetenzen für die Arbeit von Morgen weiterentwickeln wollen..“

Individuelles Coaching zur Perspektivenentwicklung  (30 UE)

Wir bieten optimale Unterstützung bei der Feststellung von zumeist sehr individuellen und für die Betroffenen belastenden multiplen Vermittlungshemmnissen.

Ziel des Coachingprozesses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, sich konstruktiv mit ihrer persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lage auseinanderzusetzen.  Im Vordergrund steht demnach die Feststellung vorhandener berufsfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Dieser intensive Entwicklungsprozess beinhaltet neben der Bestandsaufnahme der persönlichen Stärken und individuellen Talente auch die offene Auseinandersetzung mit Risiken, wie z.B. Überschuldung, mangelnde berufliche Qualifikation oder familiäre Belastungen.

Die Begleitung durch einen erfahrenden Coach gibt den Menschen die Möglichkeit, Kompetenzen und Selbstbewusstsein aufzubauen und so wieder den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Wir verstehen unser Coaching als Entwicklungsprozess der in der Regel verschiedene Phasen durchläuft.

 

PHASE 1   Wo stehe ich? Wohin geht mein Weg? (11 UE)

Bestandsaufnahme | Zieledefinition | Strategieentwicklung

Ziel der Eingangsanalyse ist es, beruflich relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sowie die Motivation des Teilnehmers zu erfassen. Ausgehend von Beobachtungen und Analysetools, wie bspw. das Profiling-Gespräch und/oder eine Chancen-Defizit-Analyse, soll ein umfassendes Bild über die Potenziale und Eingliederungshemmnisse sowie die individuelle Belastbarkeit der Teilnehmer gewonnen werden.

  • Erkennen von individuellen von Belastungs- und Beanspruchungsrisiken im Lebens- und Arbeitsalltag, aufgrund veränderter gesellschaftlicher Wertesysteme und Unternehmenskultur
  • Prüfung berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen und insbesondere der digitalen Fitness für die Arbeit von Morgen

Wir geben Orientierung zu einer nachhaltigen Tätigkeitsentscheidung durch Sensibilisierung für individuelle Verhaltensweisen in schwierigen Situationen. Zur Förderung des Veränderungswillens aus der Krise heraus entwickeln wir gemeinsam Krisen- und Interventionsstrategien zur Prävention und Resilienz Stärkung.

Ziel ist es, den Teilnehmer zu befähigen, seine persönlichen Voraussetzungen (Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit) ins Verhältnis zu den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt zu setzen. Dadurch ist dieser in der Lage, sich realistisch und Schritt für Schritt auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten. Aufgrund der Ergebnisse und des Abgleichs wird ein konkreter Handlungsplan mit dem Teilnehmer erarbeitet und in der nächsten Phase die Meilensteine auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt definiert.

 

PHASE 2   Was brauche ich dazu? (19 UE)

Handlungsschritte für die festgelegten Ziele und Strategien

Kernpunkte dieser Phase sind die Entwicklung und Förderung von berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen.  Neben den persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen können hier auch zur Vorbereitung auf die wachsenden Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt folgende Themenstellungen gehören:

  • Planung der Handlungsschritte zum Kompetenzausbau
  • Persönliche Kompetenzen (z. B. Motivation & Leistungsfähigkeit im Homeoffice, aber auch Selbstbild und Selbsteinschätzung) oder
  • Soziale Kompetenzen im Bereich digitaler Medien (z. B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit) oder
  • Methodische Kompetenzen (z. B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lerntechniken, Einordnung und Bewertung von Wissen) oder
  • Digitale Arbeits- und Lernkompetenzen für die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Diese führen zu einem sicheren und kritischen Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für die Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in allen Lebensbereichen notwendig ist oder
  • Lebenspraktische Fertigkeiten (z. B. Umgang mit Behörden hinsichtlich der digitalen Verwaltung, Umgang mit Geld / Onlinebanking, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel/ Einführung in E-Tickets, Einkauf/ Online-Shopping, Selbstversorgung, Erscheinungsbild, Vereinbarkeit von Familie und Beruf/ Homeoffice-Optionen) oder
  • Beitrag zur Schuldenprävention leisten und ggf. Informationen über regionale Beratungseinrichtungen. Eine Schuldnerberatung i. S. d. § 16 a SGB II wird nicht durchgeführt, sondern ggf. an regionale Beratungseinrichtungen verwiesen.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten zur Erhöhung der Einnahmen/Verringerung der Ausgaben (Haushalts- und Budgetberatung) und Umgang mit knappen Ressourcen (Haushaltsplanung, Versicherungen, Kontoführung, Handyvertrag, Sparpotentiale)
  • Schärfung des eigenen Berufsbildes durch bspw. Bearbeitung und Vertiefung von Business Model Canvas und Ausarbeitung des eigenen USPs mit Stories
  • Positionierung und Hilfestellung bei der Umsetzung mithilfe von Tools und Methoden, bspw. Profilanlage und Jobsuche mithilfe von Social-Media-Kanälen.

Der Teilnehmer  erhält am Ende des Coachings einen Handlungs- und Strategieplan, der als Grundlage dienen kann, gemeinsam mit dem zuständigen Vermittler die notwendigen Schritte zur Minderung bzw. Beseitigung der Vermittlungshemmnisse abzustimmen.

Der Handlungs- und Strategieplan kann zum Beispiel Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, Prüfung der Erwerbsminderung, Bewerbungs- oder Gründercoaching, Initiierung von Kinderbetreuungs- oder Therapiemöglichkeiten , Sprachkurse usw. beinhalten.

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Herbeiführung einer Bewusstseinsänderung bei den Teilnehmern hinsichtlich Ihrer langfristigen beruflichen Perspektiven. Dabei sollen diesbezüglich relevante Ansichten und verfestigte Verhaltensmuster aufgebrochen werden, welche eine nachhaltige Integration der Teilnehmer bisher verhinderten.

Die Dokumentationen zu den Teilnehmern werden seitens der Coaches zu den jeweiligen Terminen nachvollziehbar im betriebsinternen System erfasst.

04

BUSINESS.UPGRADE

Dieses Angebot richtet sich an Kunden des Jobcenters Traunstein, die hauptberuflich selbständig sind und leistungsberechtigt im Sinne des SGB II sind.

„Ziel ist es, im ersten Schritt das bestehende Geschäftsmodell auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Daten dieser Prüfung dienen dann als Grundlage für eine Handlungsempfehlung an den Teilnehmer. Wenn das bestehende Unternehmen Entwicklungspotenzial hat, kann über ein begleitendes Coaching und Kenntnisvermittlung das Unternehmen zukunftsfähig gemacht werden. Genauso kann aber auch Ergebnis der Bestandsaufnahme sein, dass eine Aufgabe der Selbständigkeit sinnvoll ist, steht die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit im Mittelpunkt der Unterstützung..“

MODUL 1 | UNTERNEHMER-CHECK (5 bis 30 Std – max. 8 Wochen)
Bestandsaufnahme zu
• persönlichen Voraussetzungen (Werdegang, fachliche und unternehmerische Qualifikationen), persönliche Eignung (Stärken identifizieren, diese konkretisieren und weitere Potentiale feststellen), Mobilität,
• unternehmerischer Situation durch vor-Ort-Besuche (Analyse vorhandener Geschäftsausstattung und
Geschäftsräume, Produktvermarktung – Präsentation und Marketing, vorhandene Produkt- und/oder
Dienstleistungsangebote, Kundenstamm, Gewinnung von Neukunden, generelle Marktanalyse, u.ä.)
• betriebswirtschaftliche Situation (Umsatz und Ertrag, wirtschaftliche Kennziffern, Rechtsform, Personal/Organisation, zeitlicher Einsatz, Kundinnen und Kunden /Einzugsbereich, Besonderheiten des Unternehmens, Struktur, Wettbewerbssituation, Marketingstrategie, Investitions- und Rentabilitätsentwicklung, Liquiditätsplanung)
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.).

Das Modul 1 endet spätestens acht Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche
Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären.

MODUL 2 | UNTERNEHMES-OPTIMIERUNG5 (5 bis 30 Std – max. 16 Wochen)

Bedarfsorientierte Beratung und Vermittlung von Kenntnissen/Fertigkeiten
• Bedarfsorientierte Beratung
• Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten soweit sie zum Erhalt oder zur Festigung der selbständigen
Tätigkeit erforderlich sind. Hierzu zählen insbesondere:
a) persönliche Aspekte (die für den Umgang mit den Kunden/ Lieferanten/ sonstigen Geschäftspartnern entscheidend sind)
– Dienstleistungsorientierte Kompetenz
– personale Kompetenzen
– kommunikative Kompetenzen
– Ansprache der Kunden
– Führungskompetenz
– Umsetzungskompetenz
– mentale Kompetenz
b) Aspekte der Unternehmensführung
– Buchführung und Steuern
– Versicherung
– Marketing/ Marktauftritt
– Finanzierung
– Akquise von Kunden bzw. Aufträgen
– Büroorganisation
– Marktanalysen
– Kalkulation
– Forderungsmanagement
c) alternative Handlungsansätze
– Begleitung bei der Umsetzung von in a) und b) vermittelten Kenntnissen und Fertigkeiten
– Erarbeitung von Optimierungsvorschlägen zum Marketing, zur Präsentation des Unternehmens, Kundenakquise
u. ä.
– Konzentration auf Kerngeschäft bzw. Suche nach unternehmerischen Alternativen (z.B. Erweiterung/ Reduzierung des Produktsortiments/ des Kundenstammes)
Die Vermittlung berufsfachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten ist ausgeschlossen.
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.)
Das Modul 2 endet spätestens 16 Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären.
Die Bildung von Kleingruppen (max. 5 Teilnehmer) bei homogenem Schulungsbedarf ist zugelassen. Ein Teilnehmer kann jeweils maximal 10 Stunden an Unterricht in einer Kleingruppe
teilnehmen.
Die Bildung von Kleingruppen ist in der Regel auch möglich zur Themenstellung für Selbständige deren
Selbständigkeit nur dem Grunde nach absolut wirtschaftlich erscheint, aber die Personen weitere kleinere Schritte
lernen müssen um wirklich selbständig zu sein.

MODUL 3 | NEUAUSRICHTUNG oder AUFGABE DER SELSBTÄNDIGKEIT (5 bis 30 Std – max. 8
Wochen)

Zeigt sich, dass der Selbständige mit seiner Geschäftsidee am Markt nur unter anderen Voraussetzungen
betriebswirtschaftlich und tragfähig bestehen kann bzw. nicht bestehen kann, dient das Modul „Neuausrichtung
der Selbständigkeit / Aufgabe der Selbstständigkeit durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen
Tätigkeit“ dazu, ihn vor Schaden zu bewahren und ihm Hilfestellungen zu geben, die hauptberufliche
Selbständigkeit neu auszurichten bzw. geordnet aufzugeben, um anschließende sozialversicherungspflichtige
Arbeit aufnehmen zu können.
• Ausweitung und/ oder Verlagerung und/ oder (Teil)-aufgabe von Geschäftsfeldern, Entwicklung alternativer Geschäftsansätze
• Begleitende Hilfe bei der Erledigung rechtlicher Verpflichtungen, die sich aus der bislang ausgeübten
selbständigen Tätigkeit ergeben haben
• Unterstützung bei der Veräußerung von Vermögenswerten bzw. Abverkauf vorhandener Warenbestände
• Information zu Beratungsstellen, Steigerung der Motivation zur Nutzung von Hilfeeinrichtungen und Vorteilsübersetzung der Nutzung der Hilfeeinrichtungen
In der Regel zwischen 5 Stunden bis 30 Stunden je Teilnehmer (Netto-Stunden – ohne Fahrzeiten, Vor-und Nachbereitungszeiten u. ä.)
Das Modul 3 endet spätestens 8 Wochen nach Zuweisung des Teilnehmers. Eine ggf. längere erforderliche
Zuweisungsdauer ist mit dem Bedarfsträger vorab zu klären
ERGEBNIS für Abschlussbericht:
Individueller Bericht über die unternommenen Aktivitäten entweder zur Neuausrichtung der Selbständigkeit oder
bei Aufgabe der Selbständigkeit zur Berufsorientierung und Arbeitsplatzsuche. Die erforderlichen Schritte zur notwendigen Nachhaltung seitens des Bedarfsträgers zum Modulende sind aufzuführen.

05

eTALENT

EINZELCOACHING ZUR PERSPEKTIVENENTWICKLUNG nach § 45 (1) S. 1 Nr. 1 SGB III

„Wir coachen für die aktuellen Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt“

Phase 1: Ideencheck
Feststellung der Kompetenzen

Wir bieten optimale Unterstützung bei der Feststellung von zumeist sehr individuellen und für die Betroffenen belastenden multiplen Vermittlungshemmnissen.
Ziel des Coachingprozesses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, sich konstruktiv mit ihrer persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lage auseinanderzusetzen.
Im Vordergrund steht demnach die Feststellung vorhandener berufsfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Dieser intensive Entwicklungsprozess beinhaltet neben der Bestandsaufnahme der persönlichen Stärken und individuellen Talente auch die offene Auseinandersetzung mit Risiken, wie z.B. Überschuldung, mangelnde berufliche Qualifikation oder familiäre Belastungen.
Die Begleitung durch einen erfahrenden Coach gibt den Menschen die Möglichkeit, Kompetenzen und Selbstbewusstsein aufzubauen und so wieder den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.
ORANGEWERK-Profilings von Teilnehmern
Ziele des Profilings (Beispiele):
• Den Teilnehmer im Hinblick auf seine Emotionalität zu stabilisieren
• Sensibilisierung für die aktuelle Arbeitsmarktsituation und die Notwendigkeit des Eigenmarketings

Inhalt (allgemein):
Ausgangsbasis für ein erfolgreiches Coaching ist das Profiling.
Nur die Kenntnis des eigenen Profils bringt Wettbewerbsvorteile und hilft, die individuelle Leistung erfolgreich zu vermarkten. Die Voraussetzung für ein strategisches Eigenmarketing liegt daher eindeutig im sogenannten „Profiling“. Darunter fallen die Kenntnis und Anwendung der eigenen Kompetenzen und Qualifikationen. Darüber hinaus zeigt das berufliche Profiling, ob es vielleicht noch alternative Perspektiven und andere passende Berufsbilder gibt. Die strategische Berufswegeplanung hilft außerdem dabei, die operativen Schritte auf Basis des Profiling gezielt zu definieren. Bei noch fehlenden Qualifikationen lässt sich zusätzlicher Bedarf feststellen und wer eine Vermittlung in Anspruch nimmt, kann gezielt und passgenau zum neuen Job kommen.
Eine der wesentlichen Aufgaben des Coaches beim Profiling besteht darin, den Teilnehmer bei der Beantwortung von Fragestellungen zu unterstützen. Ziel ist es, ihn durch den bedarfsgerechten Einsatz von Methoden und Techniken zur Selbsterkenntnis und damit zu
einem konkreteren Wissen über seine Qualifikationen und Kompetenzen zu führen.
Eine differenzierte Analyse der beruflichen und persönlichen Situation ist Voraussetzung für ein aussagekräftiges Bewerberprofil. Dabei wird das persönliche und familiäre Umfeld einbezogen, ein detailliertes Kompetenzinventar erstellt und ein konstruktiver Umgang mit der aktuellen Situation wirksam gefördert. Das ist die Basis für die Integration auf dem Arbeitsmarkt bzw. die Erzielung von Integrationsschritten.
Ziel der Eingangsanalyse ist es, beruflich relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, sowie die Motivation des Teilnehmers zu erfassen. Ausgehend von Beobachtungen und Analysetools, wie bspw. das Profiling-Gespräch und/oder eine Chancen-Defizit-Analyse, soll ein umfassendes Bild über die Potenziale und Eingliederungshemmnisse sowie die individuelle
Belastbarkeit der Teilnehmer gewonnen werden.
• Prüfung der Ideen und berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen und
insbesondere der digitalen Fitness für die Arbeit von Morgen
• Persönlichkeitsanalyse: Persönliche Stärken und Schwächen
• Kompetenzanalyse: Analyse der Fachkompetenzen und Erfolge im
Hinblick auf die bisherige Berufstätigkeit oder Selbständigkeit
• Entwicklung von Ideen, Visionen und Zielen inkl. Meilensteine /
Perspektivenwechsel
Wir geben Orientierung zu einer nachhaltigen Tätigkeitsentscheidung durch Sensibilisierung für individuelle Verhaltensweisen in schwierigen Situationen. Zur Förderung des Veränderungswillens aus der Krise heraus entwickeln wir gemeinsam Krisen- und
Interventionsstrategien zur Prävention und Resilienz Stärkung.
Ziel ist es, den Teilnehmer zu befähigen, seine persönlichen Voraussetzungen (Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit) ins Verhältnis zu den aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt
zu setzen. Dadurch ist dieser in der Lage, sich realistisch und Schritt für Schritt auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten.
Aufgrund der Ergebnisse und des Abgleichs wird ein konkreter Handlungsplan mit dem Teilnehmer erarbeitet und in der nächsten Phase die Meilensteine auf dem Weg zurück in den
Arbeitsmarkt definiert.

Phase 2: Digitales Mindset
Aufbau der Kompetenzen für die Arbeit von Morgen

Kernpunkte dieser Phase sind die Entwicklung und Förderung von berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen. Im Fokus steht hier insbesondere die Vorbereitung auf die wachsenden Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt.

Dies können folgende Themenstellungen sein:
• Persönliche Kompetenzen (z. B. Motivation & Leistungsfähigkeit im
Homeoffice, aber auch Selbstbild und Selbsteinschätzung), oder
• Soziale Kompetenzen im Bereich digitaler Medien (z. B. digitale
Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit)
oder
• Methodische Kompetenzen (z. B. Problemlösung,
Arbeitsorganisation, Lerntechniken, Einordnung und Bewertung von
Wissen, Übungen zum virtuellen Arbeiten) oder
• Digitale Arbeits- und Lernkompetenzen für die aktive Teilnahme an
der Gesellschaft. Diese führen zu einem sicheren und kritischen
Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für die
Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in
allen Lebensbereichen notwendig ist oder
• Lebenspraktische Fertigkeiten (z. B. Vereinbarkeit von Familie und
Beruf/Erscheinungsbild bei einer virtuellen Konferenz/Umgang mit
Behörden hinsichtlich der digitalen Verwaltung, Umgang mit Geld /
Onlinebanking, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel/ Einführung in E-Tickets, Einkauf/ Online-Shopping,
Selbstversorgung, Homeoffice-Optionen)

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Herbeiführung einer Bewusstseinsänderung bei den Teilnehmern hinsichtlich Ihrer langfristigen beruflichen Perspektiven mit Fokus auf die Arbeit von Morgen. Dabei sollen diesbezüglich relevante Ansichten und verfestigte Verhaltensmuster aufgebrochen werden, welche eine nachhaltige Integration der Teilnehmer bisher verhinderten.
Präventionsarbeit ist Teil des Coachings zur Vorbereitung in die digitale Arbeitswelt (Aufzeigen von Möglichkeiten zur Erhöhung der Einnahmen/Verringerung der Ausgaben (Haushalts- und Budgetberatung) und Umgang mit knappen Ressourcen (Haushaltsplanung, Versicherungen, Kontoführung, Handyvertrag, Sparpotentiale) / Beitrag zur Schuldenprävention leisten und ggf.
Informationen über regionale Beratungseinrichtungen.
Eine Schuldnerberatung i. S. d. § 16 a SGB II wird nicht durchgeführt, sondern ggf. an regionale Beratungseinrichtungen verwiesen.

Phase 3: Digitales Skillset
Positionierung und Umsetzung auf dem Markt

• Dein Alleinstellungsmerkmal – Schärfung des eigenen Berufsbildes inkl. Strategie durch bspw. Bearbeitung und Vertiefung von Business Model Canvas und Ausarbeitung des eigenen USPs mit Stories oder
• Die digitale Bewerbungsmappe – Formulierung und Gestaltung/Aktualisierung von zeitgemäßen Bewerbungsunterlagen oder
Bewerbungswebsite/ Bewerbungsvideo / Imagevideo oder
• Dein digitales Toolset – Positionierung und Hilfestellung bei der
Umsetzung mithilfe von Tools und Methoden, bspw. Profilanlage und
Jobsuche mithilfe von Social-Media-Kanälen. Formen von Bewerbungen (Online, E-Mail, Initiativbewerbungen, Bewerberportale, Jobbörse, etc.)
• Das virtuelle Gespräch – Digitales Verhandlungstraining
(Argumentationstechniken, Fragestellungen an den Arbeitgeber, Vor- und Nachbereitung von Vorstellungsgesprächen – Umgang mit Absagen, Gehaltsvorstellungen / Arbeitsvertrag) sowie notwendige Vermittlung von ITKompetenzen für das Bewerbungsverfahren in Form von digitalen Assessmentcentern, Rhetorik, Körpersprache und Umgangsformen im virtuellen Bewerbungsgespräch

Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung ist dabei die Heranführung an den Arbeitsmarkt und Hilfestellung zur Umsetzung mithilfe der Erstellung einer digitalen Bewerbermappe, der Selbstvermarktung auf den Social-Media-Kanälen, aber auch das digitale Verhandlungstraining inkl. Vorbereitung auf moderne Assessment Center-Tools.

Die Dokumentationen zu den Teilnehmern werden seitens der Coaches zu den jeweiligen Terminen nachvollziehbar im betriebsinternen System erfasst.